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Acht Familien aus acht Ländern : Was in der Welt auf den Tisch kommt

Acht Familien aus acht Ländern zeigen, was sie in einer Woche an Lebensmitteln einkaufen. Am meisten geben die Deutschen aus. Eine aus Sudan geflüchtete Familie am wenigsten.

          Der Fotograf Peter Menzel und seine Frau, die Journalistin Faith D’Aluisio aus Kalifornien, reisen seit 13 Jahren um die Welt und fotografieren, was bei Durchschnittsfamilien aus aller Herren Ländern in einer Woche an Lebensmitteln auf den Tisch kommt. Das Ergebnis ist faszinierend, schließlich erzählt das, was wir essen und wie viel wir dafür zahlen, eine Menge darüber, wie es zugeht auf der Welt. 30 Familien und ihr Essen stellt das Buch „Hungry Planet: What the World eats“ vor, wir porträtieren davon acht. Eine Erkenntnis: Die Deutschen und die Amerikaner zahlen am meisten für Nahrung, doch sie leisten sich deshalb bei weitem nicht das gesündeste Essen – frische Früchte und Gemüse kaufen die Familien aus den Nicht-Industriestaaten weitaus öfter ein.

          Hendrik Ankenbrand

          Wirtschaftskorrespondent für China mit Sitz in Schanghai.

          Weil das Reporterteam über die Jahre immer wieder in die besuchten Staaten zurückgekommen ist, konnte es beobachten, wie sich die Essgewohnheiten mit steigendem Einkommen verändern: Je mehr Geld in der Haushaltskasse für Essen vorhanden ist, desto mehr Fleisch, Fett und Süßes wird gekauft. Solche Nahrung sei in Tausenden von Jahren Menschheitsgeschichte am schwierigsten zu erhalten gewesen, begründet Menzel das Phänomen; der Drang nach allem, was gut schmeckt, liege in unserer Natur. 112 Euro gibt eine Durchschnittsfamilie in Peking für den wöchentlichen Lebensmittelkorb voller Fertiggerichte aus, das ist schon die Hälfte von dem, was die Revis-Family aus North Carolina zahlt. Bei der Menge an Pommes liegen die Nationen schon gleichauf. Und bei der Menge an verzehrtem Fleisch je Kopf führt China.

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