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Abrechnung : Henkel hält BDI-Chef Grillo für Fehlbesetzung

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Hans-Olaf Henkel (l) und Ulrich Grillo Bild: Frank May dpa / AFP

Der frühere Industrielobbyist und AfD-Unterstützer Hans-Olaf Henkel rechnet in seinem neuen Buch „Die Euro-Lügner“ mit Politik, Medien und Wirtschaft ab. Seinen Nachfolger als Präsident des BDI hält er für eine Fehlbesetzung: „Mich nervt die kritiklose Begleitung der Bundesregierung“.

          Der frühere Industrielobbyist Hans-Olaf Henkel hat die Amtsführung seines Nachfolgers als Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI) Ulrich Grillo scharf kritisiert. „Ich weiß nicht, was mir mehr auf die Nerven geht: Die Selbstbeweihräucherung der Regierung oder die kritiklose Begleitung der Europolitik durch die  Verbandspräsidenten“, sagte Henkel der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (F.A.S.).

          Henkel stand von 1995 bis 2000 an der Spitze des BDI. Inzwischen ist er ein entschiedener Gegner der Euro-Rettung. Laut Henkel habe es der BDI versäumt, seine Aufgabe als Interessenvertretung wahrzunehmen und der Regierung die Frage zu stellen, warum die Wirtschaft in der Eurozone schrumpfe, während die Weltwirtschaft 2013 laut IWF um drei bis vier Prozent wächst. „Eigentlich wäre es die Aufgabe von Verbandspräsidenten gewesen, diese Fragen zu stellen und so die Bundeskanzlerin daran zu hindern, das Land in einen Tiefschlaf zu versetzen“, sagte Henkel der F.A.S.  „Um so härter werden die Unternehmen dann nach der Bundestagswahl von neuen Eurorettungspaketen und den Folgen der Energiewende aus den Träumen gerissen.“

          „Wo FDP draufsteht, ist nicht mehr FDP drin“

          Henkel ist ein Gegner der Eurorettung und der prominenteste Unterstützer der euroskeptischen Partei „Alternative für Deutschland“. In seinem neuen Buch „Die Euro-Lügner“, das Henkel diesen Mittwoch in Berlin vorstellt, rechnet der frühere Wirtschaftsführer mit den Dax-Managern, der „Bild“-Zeitung und der Bundesregierung ab. Neben scharfer Kritik an der Kanzlerin geht Henkel vor allem mit der FDP ins Gericht, die er bis vor kurzem noch unterstützt hat und der er Verrat am Liberalismus vorwirft: „Wo FDP draufsteht, ist nicht mehr FDP drin.“

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