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„Elbtower“ : Ein neues Hochhaus für Hamburg

  • Aktualisiert am

Der „Elbtower“ in einer Computersimulation Bild: Hansestadt Hamburg

Nach der Elbphilharmonie soll jetzt der „Elbtower“ gebaut werden. Mit 235 Metern soll der Turm Hamburgs höchstes Hochhaus werden.

          In Hamburg soll ein neues Hochhaus gebaut werden. Knapp ein Jahr nach der ersten Ankündigung stehen jetzt Bauherr und Architekt fest. Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz hat am Donnerstag im Rathaus das Konzept des „Elbtowers“ vorgestellt. Der Turm an den Elbbrücken soll mit 235 Metern höchstes Hochhaus der Hansestadt werden. Der Bau könnte im Jahr 2021 beginnen, für die Bauzeit sind vier bis fünf Jahre anvisiert. Das Gebäude soll ein „städtebauliches Pendant zur Elbphilharmonie bilden“ und privat errichtet und finanziert werden.

          Eine Jury hat sich einstimmig für den Entwurf des Architektenbüros David Chipperfield ausgesprochen. Gebaut werden soll das Milliarden-Projekt vom österreichischen Immobilienunternehmen Signa Prime Selection des Milliardärs René Benko. Rund 700 Millionen Euro will das Unternehmen für den Bau investieren, einschließlich Grundstückskauf und Planungskosten.

          Für das Gebäude ist eine Mischnutzung vorgesehen: Rund 70.000 Quadratmeter Büroflächen sind eingeplant, auf denen bis zu 3000 Menschen arbeiten könnten. Zudem ist ein Hotel und Flächen für Einzelhandel, Gastronomie und Fitness-Center vorgesehen. Die Details sind allerdings noch offen. Nicht geplant ist der Bau von Wohnungen wegen der hohen Lärmbelastung an dem Standort.

          So könnte Hamburgs neue Stadtsilhouette aussehen: Neben der  Elbphilharmonie soll der Elbtower rund drei Kilometer flussaufwärts gebaut werden.
          So könnte Hamburgs neue Stadtsilhouette aussehen: Neben der Elbphilharmonie soll der Elbtower rund drei Kilometer flussaufwärts gebaut werden. : Bild: Hansestadt Hamburg

          „Ich bin begeistert von dem Entwurf der Architekten“, sagte Olaf Scholz bei der Vorstellung der Pläne. Es sei ein „selbstbewusstes, elegantes und schönes Haus“. Das Gebäude werde „ein großer Gewinn für Hamburg und seine Menschen, auch wenn man sich an den Turm erst wird gewöhnen müssen.“ Der Elbtower werde „keine Architekturdiva, er steht nicht für Architekturspektakel“, heißt es in einer Mitteilung der Stadt. 

          Das Gebäude liegt auf einem nahezu dreieckigen Grundstück direkt an den Elbbrücken, dem Ort der ersten Elbquerung, rund drei Kilometer flussaufwärts der Elbphilharmonie. Von einem breiten Sockelbau wächst der Turm steil in die Höhe.

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