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Megaupload Justiz schließt File-Hoster

19.01.2012 ·  Die Internetseite fördere massenhafte Urheberrechtverstöße, sagt die amerikanische Staatsanwaltschaft. Gründer Kim Dotcom - ehemals als Kim Schmitz bekannt - sowie drei weitere Personen sind in Neuseeland festgenommen worden.

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© dpa Mal wieder inhaftiert: Megaupload-Gründer Kim Schmitz

Amerikanische Justizbehörden haben am Mittwoch den Datenspeicherdienst Megaupload im Internet gesperrt, weil sie dem Unternehmen vorwerfen, massiv Urheberrechte verletzt zu haben.

Laut einer Mitteilung des amerikanischen Justizministeriums wurde der Gründer des Unternehmens, der deutsche Internetunternehmer Kim Schmitz, der sich heute Kim Dotcom nennt, zusammen mit drei anderen Megaupload-Mitarbeitern in Auckland festgenommen.

Der Anklage zufolge soll Megaupload mehr als eine halbe Milliarde Dollar Schaden verursacht haben, indem auf den Servern des Unternehmens Kopien von urheberrechtlich geschützten Filmen, Musik, Fernsehserien, elektronischen Büchern und Geschäfts- wie Unterhaltungssoftware erstellt und verteilt wurden. Die Beschuldigten sollen damit 175 Millionen Dollar erwirtschaftet haben.

Wie das Justizministerium weiter mitteilte, gehört die Aktion gegen Megaupload zu den größten kriminellen Urheberrechtsfällen, die jemals in den Vereinigten Staaten verfolgt worden seien.

Der Fall erregt Aufmerksamkeit, weil erst am Mittwoch die Internet-Enzyklopädie Wikipedia mit einer 24-Stunden-Sperre gegen amerikanische Gesetzentwürfe protestiert hat, die geistiges Eigentum schützen sollen.

Bei Megaupload.com können Nutzer Dateien, die beispielsweise zu groß für eine E-Mail sind, auf einen Server des Anbieters hochladen, wo sie von anderen Nutzern wieder heruntergeladen werden können.

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Von Heike Göbel

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30.05.2012 09:15 Uhr
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