07.04.2010 · Umsatzgarantien und Investitionskostenzuschüsse locken keinen Arzt in die Ödnis, wenn der Partner keine Arbeit findet, den Eltern das Schulangebot vor Ort nicht ausreichend erscheint. Ob Zugangserleichterungen zum Medizinstudium gegen das Versprechen, später als Landarzt zu arbeiten, das Problem lösen, darf bezweifelt werden.
Von Andreas MihmDie medizinische Infrastruktur ist für eine moderne Gesellschaft konstitutiv. Deshalb ist es richtig und notwendig, dass sich Politiker darüber Gedanken machen, wie eine ausreichend gute ärztliche Versorgung auch auf dem Land sichergestellt werden kann. Die ist heute schon nicht mehr überall gegeben. Die Gründe dafür sind vielfältig. Sie fangen an bei den Arbeitsbedingungen und der Honorierung des Arztes, sie hören auf bei den Lebensbedingungen seiner Familie.
Umsatzgarantien und Investitionskostenzuschüsse locken keinen Arzt in die Ödnis, wenn der Partner keine Arbeit findet, den Eltern das Schulangebot vor Ort nicht ausreichend erscheint. Man darf jungen Ärzten nicht vorwerfen, dass sie nicht in Gegenden siedeln wollen, denen ihre Altersgenossen den Rücken gekehrt haben, weil sie ihnen zum Leben zu wenig geben.
Ob Zugangserleichterungen zum Medizinstudium gegen das Versprechen, später als Landarzt zu arbeiten, das Problem lösen, darf bezweifelt werden. Vielleicht hilft eine Landarztquote, es zu lindern. Letztlich kommt es auf die Findigkeit und Kreativität der Ärzte, Krankenkassen und Kommunen vor Ort an. Ihnen sollte der Gesetzgeber mehr Freiraum verschaffen.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.380,70 | −0,96% |
| Dow Jones | 12.580,70 | +1,01% |
| EUR/USD | 1,2460 | −0,23% |
| Rohöl Brent Crude | 105,95 $ | −0,84% |
| Gold | 1.579,50 $ | +0,31% |
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