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Medienwandel „Newsweek“ stellt Print-Ausgabe ein

 ·  Eine der ältesten und bekanntesten Zeitschriften der Welt wird es künftig nicht mehr auf Papier geben: Zum Jahreswechsel wird es „Newsweek“ auf eine reine Online-Publikation umgestellt.

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© Newsweek

Die traditionsreiche amerikanische Zeitschrift „Newsweek“ wird es künftig nicht mehr in gedruckter Form geben. Das 1933 erstmals erschienene Blatt wird zum Jahreswechsel auf eine reine Online-Publikation umgestellt, kündigte Herausgeberin Tina Brown am Donnerstag an.

Die letzte Printausgabe werde am 31. Dezember publiziert, künftig werde es nur noch eine kostenpflichtige Online-Version mit dem Namen „Newsweek Global“ geben. „Newsweek“ fällt damit dem Auflagen- und Anzeigenschwund zum Opfer, unter dem viele Printmedien leiden. Die Auflage der Print-Ausgabe ist innerhalb eines Jahrzehnts von 4 Millionen auf 1,5 Millionen geschrumpft. Tina Brown sprach von „schwierigen wirtschaftlichen Gegebenheiten in der Publikation und dem Vertrieb von Print.“

„Newsweek“ gehört neben „Time“ zu den bekanntesten amerikanischen Nachrichtenmagazinen. Die Zeitschrift hat turbulente Jahre hinter sich: 2010 wurde sie nach mehreren verlustreichen Jahren von ihrem Mutterkonzern Washington Post Company für einen Dollar an den mittlerweile gestorbenen amerikanischen Unternehmer Sidney Harman verkauft. Wenig später wurde sie mit der Online-Publikation „The Daily Beast“ fusioniert, die zum Internetkonzern Interactive Corp. (IAC) gehört.

Seit wenigen Monaten hält IAC die Kontrollmehrheit, und Verwaltungsratsvorsitzender Barry Diller hat im Juli bereits ein bevorstehendes Ende der Printausgabe angedeutet. Die Sparte, zu der „Newsweek“ und „Daily Beast“ gehören, beschert IAC weiter Verluste.

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Jahrgang 1970, Wirtschaftskorrespondent in New York.

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