Home
http://www.faz.net/-gqe-760kw
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Medienbericht Frankreichs reichster Mann schafft sein Vermögen ins Ausland

 ·  Der Multi-Milliardär Bernard Arnault hat einem Zeitungsbericht zufolge den Großteil seines Vermögens ins Ausland transferiert. Sein Verhalten wird von vielen als eine Reaktion auf die sozialistischen Pläne zur Besteuerung großer Vermögen interpretiert.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (69)

Der reichste Mann Frankreichs, der Multi-Milliardär Bernard Arnault, hat einem Zeitungsbericht zufolge den Großteil seines Vermögens ins Ausland geschafft. Der Chef des weltgrößten Luxuskonzerns LVMH habe „praktisch seinen gesamten“ Anteil an dem Unternehmen seit mehr als einem Jahr nach Belgien transferiert, berichtete die Zeitung „Libération“ am Donnerstag in Paris. Im Umfeld von Arnault hieß es, die Maßnahme habe einzig zum Ziel, den „Fortbestand und die Vollständigkeit“ der Gruppe im Falle eines plötzlichen Ablebens von Arnault zu sichern. Juristisch sei dies in Frankreich unmöglich.

Laut „Libération“ transferierte Arnault seinen Anteil in eine seiner belgischen Gesellschaften sowie die Nutzungsrechte seiner fünf Kinder. Im Falle eines Ablebens von Arnault sollten diese fast 80 Prozent der Arnault-Gruppe, der Familienholding, die LVMH kontrolliert, an eine belgische Stiftung namens Protectinvest gehen. Diese solle bis 2023 sicherstellen, dass die Kinder zwar ihre Dividenden erhielten, aber ihre Anteile nicht verkaufen und auch ihr Stimmrecht nicht ausüben könnten.

Der 63-jährige Arnault, der auf der Forbes-Liste der reichsten Menschen der Welt auf Platz vier geführt wird, hatte im vergangenen Jahr einen Proteststurm in Frankreich ausgelöst. Hintergrund war die Nachricht, dass er die belgische Staatsbürgerschaft zusätzlich zur französischen beantragen wolle, was von vielen als eine Reaktion auf die sozialistischen Pläne zur Besteuerung großer Vermögen interpretiert wurde. Der langjährige Vertraute des abgewählten konservativen Präsidenten Nicolas Sarkozy hatte daraufhin versichert, dass er auch weiterhin in Frankreich Steuern zahlen werde.

  Weitersagen Kommentieren (77) Merken Drucken
Weitere Empfehlungen
Ruanda Französischer Botschafter von Gedenkfeier ausgeladen

Ruanda hat den französischen Botschafter die Teilnahme an den Gedenkfeiern zum Völkermord vor 20 Jahren ausgeladen. Kigali wirft den Franzosen eine „direkte Rolle“ im Vorfeld des Völkermordes vor. Mehr

07.04.2014, 11:44 Uhr | Politik
Vermögensverwaltung ETFs gefährden Finanzmarktstabilität

Eine Analyse der Bank of England kommt zu dem Schluss, dass große Vermögensverwalter Instabilität in die Finanzmärkte bringen. Sie verstärken Trends, vor allem durch börsennotierte Indexfonds (ETF). Mehr

08.04.2014, 08:12 Uhr | Finanzen
Bitcoins im Rhein-Main-Gebiet Antikes mit Digitalem zahlen

Es gibt eine neue, weltweite Währung, sie soll digital und unkompliziert sein: die Internetwährung Bitcoin. Doch allzu groß scheint die Zustimmung am Finanzplatz Frankfurt nicht, im Rhein-Main-Gebiet gibt es derzeit acht Akzeptanzstellen. Mehr

15.04.2014, 11:48 Uhr | Rhein-Main

24.01.2013, 11:06 Uhr

Weitersagen
 

Der neue Kampf um die 35 Stunden

Von Ralph Bollmann

Väter sollen künftig weniger arbeiten, aber Mütter sollen mehr arbeiten: In Deutschland wird über die Familienarbeitszeit debattiert. Ein neuer Verteilungskampf hat begonnen. Mehr 8 5


Die Börse
Name Kurs Änderung
  F.A.Z.-Index --  --
  Dax --  --
  Dow Jones --  --
  Euro in Dollar --  --
  Gold --  --
  Rohöl Brent --  --
Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden