Home
http://www.faz.net/-gqe-760kw
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, HOLGER STELTZNER
easyfolio

Medienbericht Frankreichs reichster Mann schafft sein Vermögen ins Ausland

Der Multi-Milliardär Bernard Arnault hat einem Zeitungsbericht zufolge den Großteil seines Vermögens ins Ausland transferiert. Sein Verhalten wird von vielen als eine Reaktion auf die sozialistischen Pläne zur Besteuerung großer Vermögen interpretiert.

© AFP Vergrößern Bernard Arnault

Der reichste Mann Frankreichs, der Multi-Milliardär Bernard Arnault, hat einem Zeitungsbericht zufolge den Großteil seines Vermögens ins Ausland geschafft. Der Chef des weltgrößten Luxuskonzerns LVMH habe „praktisch seinen gesamten“ Anteil an dem Unternehmen seit mehr als einem Jahr nach Belgien transferiert, berichtete die Zeitung „Libération“ am Donnerstag in Paris. Im Umfeld von Arnault hieß es, die Maßnahme habe einzig zum Ziel, den „Fortbestand und die Vollständigkeit“ der Gruppe im Falle eines plötzlichen Ablebens von Arnault zu sichern. Juristisch sei dies in Frankreich unmöglich.

Laut „Libération“ transferierte Arnault seinen Anteil in eine seiner belgischen Gesellschaften sowie die Nutzungsrechte seiner fünf Kinder. Im Falle eines Ablebens von Arnault sollten diese fast 80 Prozent der Arnault-Gruppe, der Familienholding, die LVMH kontrolliert, an eine belgische Stiftung namens Protectinvest gehen. Diese solle bis 2023 sicherstellen, dass die Kinder zwar ihre Dividenden erhielten, aber ihre Anteile nicht verkaufen und auch ihr Stimmrecht nicht ausüben könnten.

Der 63-jährige Arnault, der auf der Forbes-Liste der reichsten Menschen der Welt auf Platz vier geführt wird, hatte im vergangenen Jahr einen Proteststurm in Frankreich ausgelöst. Hintergrund war die Nachricht, dass er die belgische Staatsbürgerschaft zusätzlich zur französischen beantragen wolle, was von vielen als eine Reaktion auf die sozialistischen Pläne zur Besteuerung großer Vermögen interpretiert wurde. Der langjährige Vertraute des abgewählten konservativen Präsidenten Nicolas Sarkozy hatte daraufhin versichert, dass er auch weiterhin in Frankreich Steuern zahlen werde.

Mehr zum Thema

Quelle: AFP

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Bericht von UBS und Wealth-X Deutsche Superreiche so vermögend wie noch nie

Die Zahl der Multimillionäre in Deutschland ist im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen. Im übrigen Europa werden ebenfalls Rekordwerte erreicht. Die aktuelle Analyse gibt auch Auskunft darüber, woher der Reichtum stammt. Mehr Von Markus Frühauf

19.11.2014, 18:09 Uhr | Finanzen
Sinkende Ölpreise Die Welt schwimmt in Öl

Die Amerikaner fördern so viel Öl wie lange nicht mehr. Die Araber verlieren ihre Machtposition. Und die Preise sinken. Ist das nicht prima? Mehr Von Winand von Petersdorff

18.11.2014, 11:03 Uhr | Finanzen
Die Affäre Sócrates Der arme Schlucker und seine Millionen

In Portugal zieht der Korruptionsskandal um José Sócrates weite Kreise. Der ehemalige Regierungschef wird zu einer Hypothek für seine Sozialisten. Ein Sieg bei der Parlamentswahl 2015 wird nun unwahrscheinlich. Mehr Von Leo Wieland, Lissabon

23.11.2014, 16:27 Uhr | Politik
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 24.01.2013, 11:06 Uhr

Der Mythos vom prekären Arbeitsmarkt

Von Sven Astheimer

Zum ersten Mal sind mehr als 43 Millionen Menschen in Deutschland beschäftigt. Vor allem viele normale Arbeitsplätze hat der Aufschwung geschaffen - allen Warnern zum Trotz. Eine einzigartige Erfolgsgeschichte. Mehr 7 5


Die Börse
Name Kurs Änderung
  Dax --  --
  F.A.Z.-Index --  --
  Dow Jones --  --
  Euro in Dollar --  --
  Gold --  --
  Rohöl Brent --  --

Grafik des Tages Wo Gemeinden die meisten Steuern einnehmen

Die Städte und Gemeinden in Ostdeutschland haben zwar weniger Schulden als die im Westen, doch ihre Steuerkraft ist noch immer deutlich niedriger. Unsere Grafik zeigt, wo Kommunen viele Steuern einnehmen. Mehr

Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden