07.05.2004 · Deutschlands größter TV-Konzern ProSiebenSat.1 hat seine Ziele für 2004 bekräftigt und aufgrund der jüngsten Kapitalerhöhung über 282 Millionen Euro seine Schulden deutlich verringert.
Deutschlands größter TV-Konzern ProSiebenSat.1 hat seine Ziele für 2004 bekräftigt und dank der jüngsten Kapitalerhöhung über 282 Millionen Euro seine Schulden deutlich verringert.
Der im MDax gelistete Konzern gehe für das laufende Jahr nicht von steigenden Werbeerlösen aus, wiederholte der erst seit wenigen Wochen amtierende Konzernchef Guillaume de Posch am Freitag laut Redetext auf der Hauptversammlung in München.
Dennoch sei es das Ziel der Sendergruppe aus ProSieben, Sat.1, N24 und Kabel 1, operatives Ergebnis und Gewinn vor Steuern signifikant zu steigern. Zugleich wolle ProSiebenSat.1 seine Kapitalausstattung verbessern und die Führungsrolle im Zuschauer- und Werbemarkt einnehmen.
ProSieben will sich bei den Rating-Agenturen besserstellen
Der Konzern, der im vergangenen Sommer von dem amerikanischen Medienunternehmer Haim Saban übernommen worden war, hatte zuletzt ein umfangreiches Refinanzierungspaket in die Wege geleitet. Es soll dazu dienen, bis Jahresende die Verschuldung auf unter 400 Millionen Euro von 676 Millionen Euro zum 31. Dezember zu drücken und somit die Bewertung durch die Rating-Agenturen zu verbessern. Letzteres würde auf Dauer die Refinanzierungskosten der Gruppe verringern.
Per 31. März 2004 erhöhte sich die Netto-Verschuldung nach Worten von Finanzchef Lothar Lanz zunächst allerdings auf 794 (Vorjahr 894) Millionen Euro. Unter Hinzurechnung der am 28. April abgeschlossenen Kapitalerhöhung jedoch ergebe sich pro forma eine Netto-Finanzverschuldung von lediglich 514 Millionen Euro.
„Wir erwarten, daß sich mit dem Abschluß der Kapitalmaßnahmen die Bewertung der ProSiebenSat.1-Gruppe bei den Rating-Agenturen verbessert", fügte Lanz hinzu. „Mit den Rating-Agenturen Moody's und Fitch Ratings sind wir darüber bereits in aussichtsreichen Gesprächen.“
Die ProSiebenSat.1-Aktie notierte am Vormittag 0,7 Prozent im Plus bei 16,13 Euro und damit leicht besser als der Gesamtmarkt.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.380,70 | −0,96% |
| Dow Jones | 12.580,70 | +1,01% |
| EUR/USD | 1,2460 | −0,23% |
| Rohöl Brent Crude | 105,95 $ | −0,84% |
| Gold | 1.579,50 $ | +0,31% |
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