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Medien Pleitgen: Rundfunkgebühr steigt um 1,07 Euro

03.01.2004 ·  Der öffentlich-rechtliche Rundfunk wird teurer. Am kommenden Donnerstag wird nach Erwartungen des WDR-Intendanten Fritz Pleitgen die Erhöhung der Rundfunkgebühr zum 1. Januar 2005 um 1,07 Euro beschlossen.

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Der öffentlich-rechtliche Rundfunk wird teurer. Am kommenden Donnerstag wird die für die „Ermittlung des Finanzbedarfs“ von ARD und ZDF zuständige Kommission (KEF) die Rundfunkgebühr zum 1. Januar 2005 voraussichtlich auf 1,07 Euro erhöhen. Das erwartet WDR-Intendant Fritz Pleitgen. „Laut Entwurf des KEF-Berichts soll die ARD eine Gebührenerhöhung von 65 Cents erhalten. Unsere Vorstellungen lagen bei 1,12 Euro, aber wir haben uns daran gewöhnen müssen, daß die KEF Feststellungen macht, die sich nicht immer mit unseren Wünschen decken“, sagte Pleitgen der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. ARD und ZDF hatten zusammen 2,01 Euro gefordert. Mit der von der KEF genehmigten Erhöhung wird die monatliche Gebühr um 1,07 Euro auf dann 17,22 Euro klettern.

Für Pleitgen ist der Gebührenzuschlag von 1,07 Euro nur ein „Inflationsausgleich“. Sollte es Anfang 2005 keine Gebührenerhöhung geben, fehlten dem WDR, der zuletzt als größte Landesrundfunkanstalt allein eine Milliarde Euro Gebühren empfangen hatte, bis Ende 2007 in der eigenen mittelfristigen Finanzplanung rund 300 Millionen Euro. Pleitgen bekräftigte gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung den Sparwillen von ARD und ZDF: „Es wird immer so getan, als ob die Öffentlich-Rechtlichen das Sparen nicht gelernt haben. Das stimmt nicht“, sagte Pleitgen. „Für die Gebührenperiode 2005 bis 2008 werden wir Einsparungen von netto 1,6 Milliarden Euro, wie die KEF bestätigt, vornehmen.“ Erreicht werden soll das Sparziel durch weitergehende Kooperationen der neun Landesrundfunkanstalten der ARD und eine Vermeidung von Doppelarbeiten innerhalb der Sendefamilien.

Quelle: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung vom 4. Januar 2004
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