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Medien Musikindustrie erleidet Umsatzeinbruch um 20 Prozent

30.03.2004 ·  Kostenlose Musikkopien und illegale Internetangebote sowie die konjunkturelle Situation haben im vergangenen Jahr die Umsätze in der deutschen Musikwirtschaft wegbrechen lassen.

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Die deutsche Phonowirtschaft mußte im vergangenen Jahr einen massiven Umsatzeinbruch hinnehmen. Der Umsatz der Branche sank im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 19,8 Prozent auf knapp 1,7 Milliarden Euro, teilten die deutschen Phonoverbände am Dienstag auf ihrer Jahrespressekonferenz in Berlin mit. Der Absatz von Tonträgern ging von 223,9 auf 183,2 Millionen Stück (minus 18,2 Prozent) zurück.

Als Hauptgründe für die negative Entwicklung führte die Phonowirtschaft vor allem kostenlose Musikkopien und illegale Internetangebote an. Dazu kämen die schlechte Wirtschaftslage und die Konsumzurückhaltung vieler Menschen. In den beiden Vorjahren war der Umsatz um jeweils zehn Prozent zurückgegangen.

Deutsche Künstler behaupten erfolgreich in den Album-Charts

Als positiv bewerteten die Phonoverbände dagegen die Entwicklung deutscher Künstler, die 2003 so erfolgreich wie nie zuvor gewesen seien. Ihr Anteil an den Album-Charts stieg auf 29,5 Prozent (2002: 26,5 Prozent) und an den Single-Charts sogar auf 54,7 Prozent (Vorjahr: 42,7 Prozent).

Erfreulich sei auch der Absatz von Musik-DVDs, der sich im vergangenen Jahr auf rund acht Millionen Stück verdoppelt habe. Alle anderen Formate verzeichneten dagegen zum Teil drastische Rückgänge. Besonders stark sank den Angaben zufolge der Absatz von Singles, der in „enormem Maß“ von illegalen Musikangeboten im Internet betroffen sei.

Die deutsche Phonowirtschaft habe deswegen damit begonnen, Strafanzeigen gegen illegale Musikanbieter in „Tauschbörsen“ zu erstatten.

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