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Medien EU will Musikehe von Sony und Bertelsmann doch zulassen

18.06.2004 ·  EU-Wettbewerbskommissar Monti wird nach Informationen aus informierten Kreisen vermutlich die geplante Fusion der Musiksparten von Bertelsmann und Sony ohne Auflagen genehmigen. Die Konkurrenz wehrt sich gegen das Zusammengehen.

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EU-Wettbewerbskommissar Mario Monti wird nach Informationen aus informierten Kreisen vermutlich die geplante Fusion der Musiksparten von Bertelsmann und Sony ohne Auflagen genehmigen.

Nach sorgfältiger Prüfung des Falls habe Monti entschieden, daß für eine Untersagung des Zusammenschlusses keine ausreichenden Gründe vorlägen, hieß es aus mit dem Fall vertrauten Kreisen in Brüssel. Einen Termin für die Verkündung seiner Entscheidung nannten sie nicht.

Bedenken offenbar ausgeräumt

Zur Begründung für die anstehende Erlaubnis hieß es, von einer Zusammenlegung der Konzernsparten seien keine Nachteile für die Konsumenten zu erwarten. In den Tagen zuvor war in Brüssel noch zu hören gewesen, daß die EU Bedenken wegen der Auswirkungen des Zusammenschlusses auf den Wettbewerb in der Musikindustrie aber auch im entstehenden Markt für Online-Musik haben werde. Die EU-Kommission hat bis zum 22. Juli Zeit, um endgültig zu entscheiden

Die Europäische Kommission prüft seit Februar die Fusionspläne von BMG und Sony Music, der Musiksparte des japanischen Sony-Konzerns. Das neue Unternehmen mit Hauptsitz in New York soll Sony BMG heißen und zu je 50 Prozent im Besitz beider Konzerne sein. Mit einem Umsatz von rund vier Milliarden Euro wäre Sony BMG die Nummer zwei auf dem Weltmarkt hinter Marktführer Universal Music.

Kleinere Musikproduzenten fürchten die Marktmacht der Großen

Vor allem kleinere unabhängige Produzenten fürchten, daß sich die durch Umsatzausfälle und der illegalen Verbreitung von Raubkopien verschärfte Wettbewerbssituation nach einer Fusion der beiden Unternehmen weiter verschlechtern wird.

Quelle: FAZ.NET mit Material von Reuters, AP
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