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Gründer-Wettbewerb : Die elektrisierte Stadt

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Bild: FAZ.NET

Wie sieht die Stadt der Zukunft aus? Auf der Me Convention präsentieren sich junge Unternehmen, die das Leben in der Stadt der Zukunft verbessern wollen.

          Wie leben die Menschen dort künftig? Und welche Lösungen werden dafür heute schon entwickelt? Diese Fragen stehen an diesem Wochenende im Mittelpunkt eines Wettbewerbs für junge Unternehmen auf der Me Convention, bei der FAZ.NET Medienpartner ist. Am Samstag drehte sich die zweite Runde des Wettbewerbs um elektrische Lösungen für die Stadt der Zukunft. Vier Unternehmen bewarben sich vor Jury und Publikum, um ins Finale am Sonntag zu kommen und so vielleicht eine Chance auf die Geldpreise in Höhe von 5000, 10.000 und 20.000 Euro zu haben. Die Felder, auf denen sich die vier am Samstag präsentierenden Unternehmen bewegen, hätten unterschiedlicher nicht sein können. Sie reichen von Gesundheitsprodukten, über Elektromobilität bis zum wachsenden Markt für privat oder gewerblich genutzte Drohnen.

          Das Unternehmen E-Movements hat dabei die größtmögliche Zielgruppe im Kopf, wie der Mitgründer Max Keßler sagte. Der elektrisch betriebene Rollator namens „Ello“ sei kein Nischenprodukt, da alle Menschen irgendwann älter würden und dann möglicherweise auch auf eine Gehhilfe angewiesen sein könnten. Die soll Keßlers Rollator bieten, indem sein Elektromotor dem Nutzer dabei unterstützt, sich in der Stadt fortzubewegen. Nach mehreren Jahren der Entwicklung habe das Unternehmen nun begonnen eine erste Serie des 2500 teuren Ellos zu produzieren, nun gehe es darum die Produktion hochzufahren.

          Von einer Serienfertigung ist Vieran Hodko noch entfernt. Er vertrat am Samstag die Tretbox GmbH. Das Unternehmen will ein Transportfahrzeug bauen, das die sogenannte letzte Meile für Lieferdienste übernehmen soll, also die direkte Auslieferung an den Kunden. Hodko und seine Mitgründer wollen die Zahl der großen und meist dieselbetriebenen Transporter der Logistikdienstleiser verringern. Das dafür angedachte Fahrzeug soll eine Kreuzung aus Auto und Fahrrad sein – mit Tendenz zum Fahrrad, so dass sein Fahrer keinen Führerschein benötigt. Erste Prototypen gebe es schon, sie sollen bald vorgestellt werden, sagte Hodko.

          Die Straßenlaterne als Strom-Tankstelle

          Ebenfalls mit Elektromobilität beschäftigt sich das Unternehmen Ubitricity. Es kommt allerdings von der Infrastrukturseite und arbeitet an einer der großen Fragen zur Elektromobilität: Wo laden E-Auto-Eigentümer ihre Fahrzeuge auf, vor allem in großen Städten, wenn sie keine eigen Garage haben? Die Lösung: ein vereinfachtes Ladesystem, das auf einer schon vorhandenen Infrastruktur aufsetzt: die elektrische Straßenbeleuchtung. Eine Straßenlaterne könne in 30 Minuten zu einem Ladepunkt gemacht werden, sagte Ubitricity-Vertreterin Alexa Thiele während ihrer Präsentation. Kostenpunkt: 1000 Euro. Dass die Umrüstung relativ schnell und kostengünstig ist, liegt nach Thieles Angaben daran, dass die Abrechnungstechnik im Aufladekabel des Unternehmens steckt. Das koste allerdings noch einmal zwischen 500 und 600 Euro. In sieben Stadtteilen von London rüstet Ubitricity nach Thieles Angaben derzeit rund 1000 Laternen um.

          Das irische Unternehmen Flyte richtet seinen Blick indessen nicht auf die Straßen sondern in den Himmel. Flyte bietet eine Software als Abonnement an, mit der sich Drohnen besserer und sicherer steuern lassen sollen – sei es im Privatgebrauch oder für professionelle Einsätze. Die Software umfasst hochauflösendes Kartenmaterial und Zugang zu globalen Flugplänen. Zudem informiere sie Drohnennutzer, auch über Einschränkungen im Luftraum, sagte Flyte-Mitgründer Matthew Bradley am Samstag.

          Ob auf dem Bürgersteig, der Straße oder in der Luft. Am Ende konnte die Jury nur ein Unternehmen in die Finalrunde einziehen lassen. Dort wird Ubitricity am Sonntag noch einmal seine Ladelösung vorstellen um sich damit gegen die anderen Finalteilnehmer durchzusetzen.

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