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HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Mayers Weltwirtschaft Was Deutschland für die übrigen Euro-Staaten tun kann: Wenig exportieren

 ·  Im Euroraum gibt es große Ungleichgewichte. Daran ist nicht Deutschland Schuld. Aber es kann seinen Teil dazu beitragen, sie abzubauen.

Kolumne Bilder (1) Lesermeinungen (12)

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Lesermeinungssuche (gesamt):
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Uwe Borg
Uwe Borg (Borgward) - 19.07.2012 20:10 Uhr

Genau so ist das

Wer auf Dauer mehr verkauft als er von seinen Kunden kauft muss es ihnen schenken. Wie sollten sie auch sonst bezahlen.

Die Gelder aus den deutschen Exportueberschuessen mit Amerika wurden zur Finanzierung der subprime Blase, zum Kauf von Chrysler oder zum Bau von Stahlwerken (Thyssen Krupp) verwendet, die nun verschenkt werden. All das zahlen letzlich die deutschen Arbeitnehmer.

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Jan Hoffmann
Jan Hoffmann (Jaho) - 19.07.2012 14:13 Uhr

Aha!

Und wer schreibt nun wem mit welcher Brgündung vor, daß er keine - oder weniger -handhabbare Güter produziert und seine Belegschaft in Richtung inländische Dienstleistung entläßt?
Machen wir einen 5-Jahresplan in der die Regierung festlegt, welche Branche wie reduziert und welche wie aufgebaut wird? Lehnen wir Bestellungen von handhabbaren Gütern aus dem Ausland ab? Siedeln wir Arbeitskräfte räumlich um?
Alles sehr klug beschrieben! Und nun? Muß ich wirklich noch sagen, an welches Wirtschafts-und Gesellschaftsbild das erinnert?

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Winston Smith

Na klar! Ich, Familienpapi, arbeite in meiner schwer exportlastigen Firma ...

... also einfach ebbes weniger. Verkünde meiner Frau, dass wir doch bitte in Zukunft Wurst vom Aldi statt vom Metzger kaufen. Erkläre meiner Tochter, dass es mit dem Wochenendausflug leider nix wird. Und kaufe mir selbst auch keine neue Hose. Und warum? Ach ja. Klar. Damit die armen südeuropäischen Bankster weniger Schrott-Anleihen ihrer eigenen Pleite-Staaten kaufen müssen. Weil ja dann unsere besten Freunde in Südeuropa auch weniger Schulden machen müssen. Weil ich ja weniger arbeite und daher auch weniger zum Club-Med exportiert werden kann / soll / muss /darf ... was weiß ich. Logisch! Puhh, bin ich froh, dass ich die Euro"Krise" retten konnte. Ist ja nochmal gut gegangen. Tja, bei Leuten wie der legendäre deutsche steuerzahlende Familienpapi aus der ominösen Mittelschicht, brauchen wir wirklich keine (weiteren) Feinde mehr.

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Wolfgang Wurtz
Wolfgang Wurtz (wolwul) - 19.07.2012 11:53 Uhr

Exportieren heißt: Arbeit ins Land holen und Arbeitslosigkeit exportieren.

Deshalb hat Thomas Mayer recht. Nur wenn wir bei uns die Binnennachfrage stärken, also deutlich höhere Löhne zulassen, zugleich, um Arbeitslosigkeit zu vermeiden die Arbeitszeit generell - durch Steueranreize zum Beispiel - ohne Lohnausgleich kürzen, würden wir ein bischen weniger exportieren können und so den anderen - noch immer viel zu wenig - helfen und uns nicht schaden sondern uns reicher machen.
So aber machen wir Schulden, sammeln Geld beim Steuerzahler ein, machen ihn also ärmer, geben dieses Geld den an sich bankrotten Banken, speziell in südlichen Ländern, wodurch sich deren Schulden erhöhen, keiner hat etwas davon aber alle werden ärmer.

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klaus keller
klaus keller (klkeller) - 18.07.2012 23:56 Uhr

Die Krise des Geldsystem,

ein schöner Vortrag zur Vorgeschichte des Dramas! Zu finden in der Mediathek des Ifo-Instituts.

Das Problem könnte sein das niemand auf ihn hört weil er Chefvolkswirt der Deutschen Bank war. Man könnte sich natürlich auch fragen, warum ist er es nicht mehr, sondern" nur" noch Berater der Bank. ggf liegt es daran das (Lebens)Wege beim gehen entstehen und man in einer Hochschule mehr Freiheiten hat, vielleicht ist es aber ganz anders und er mag das Lehren und er findet interessierte Zuhörer.

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Michael Harst

und wieder nicht zu Ende gedacht...

Selbst WENN (was ich schon nicht glaube) man unterstellt, das man Service nach außen verlagert-WARUM soll man dann bei den europäischen Zweitklässlern stehen bleiben, wenn man den Service in China billiger und besser bekommt? Die sind nicht wettbewerbsfähig-egal mit was! Und Deutschland weiter zu deindustrialisieren-Super Einfall, man sieht an den USA wie klasse das funktioniert. Der Artikel ist Bullshit der den Deutschen einreden soll, sie seien ja auch Sünder und müßten mitbüßen. Ich habe noch nicht ein mal einen schlüssigen beweise gelesen, das Deutschland am meisten vom Euro profitiert, es wird nur den Leuten durch Wiederholung eingeredet. Ich behaupte einfach, Deutschland hätte durch den Euro furchtbar gelitten, da es einen starken Kapitalabfluss in die Peripherie gegeben hat, was man ja an den unterdurchschnittlichen Wachstumsraten ablesen kann (zu den Zeiten als uns Spanien noch vollmundig erklärte Deutschland müsse mehr tun um sein Wachstum zu stimulieren). Und wo stehen die?

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K. Peter Luecke

Die Faschingssaison wird in diesem Jahr ...

... offenkundig schon etwas früher eröffnet ("Was Deutschland für die übrigen Euro-Staaten tun kann: Wenig exportieren") !?

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Thorsten Velten

Licht

Es bemerkenswert und erfreulich, dass der Chefvolkswirt der Deutschen Bank im Wirtschaftsteil der FAZ eine Steigerung der hiesigen Importnachfrage als notwendigen Beitrag Deutschlands zur Stabilisierung der wirtschaftlichen Lage in Europa beschreibt. Mal sehen, wie lange Merkel und Schäuble jetzt noch von einer Staatsschuldenkrise reden können. Vorhersehbar und naiv ist jedoch Mayers Vorstellung, dass eine weitere Flexibilisierung des deutschen Arbeitsmarktes als Deutschlands Beitrag zur Lösung der europäischen Leistungsbilanzkrise geboten und ausreichend sei. Die Eignung angebotspolitischer Maßnahmen zur Erhöhung der Arbeitsnachfrage im Sektor für nichthandelbare Güter wird doch klar durch die Entwicklung der deutschen Einzelhandelsumsätze illustriert. Besser ist es, den Wirtschaftssubjekten mit hoher Konsumquote mehr verfügbares Einkommen bereitzustellen. Dies geht aufgrund des begrenzten Spielraums für entsprechende Lohnerhöhungen nur über eine aufkommensneutrale Steuerentlastung.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 19.07.2012 15:32 Uhr
Thorsten Velten

Mehr Geld für alle durch flexiblere Arbeitsmärkte?

Der Herr Volkswirt versucht den Weg durch die Hintertür. Nach Beschreibung weniger Beispiele für die angebliche Erfolglosigkeit staatlicher Steuerung empfiehlt er im Anschluss eine Flexibilisierung der Arbeitsmärkte zur Steigerung der inländischen Importnachfrage, um die sich abschwächende Exporttätigkeit auszugleichen. Staatliche Steuerung ist also doch nicht so verwerflich, solange sie sich an angebotspolitischen Dogmen orientiert. Wie u.a. die Entwicklung der Realeinkommen in Deutschland zeigt, bewirken flexiblere Arbeitsmärkte jedoch v.a. eine zunehmende Spreizung der Arbeitseinkommen. In einer durchlässigen Gesellschaft mag das vielleicht die Leistungsanreize erhöhen. Angesichts der geringen Konsumquote unter den Empfängern von Spitzeneinkommen ist es volkswirtschaftlich aber bedeutender, dass die zusätzlichen Vermögensgewinne nicht größtenteils im Inland konsumiert, sondern im Ausland investiert werden. Der deutsche Steuerzahler trägt ja auch brav das Haftungsrisiko.

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G Kunze
G Kunze (thegregor) - 18.07.2012 18:15 Uhr

Nicht ganz.

Der Herr Volkswirt argumentiert gerade gegen diese Steuerung vom Staat und Ausgleich durch mehr Markt, da es in der Vergangenheit zu gewaltigen Schieflagen durch Steuerung kam. Also mehr Geld ja, aber durch einen flexibleren Arbeitsmarkt, bzw. für ausländische Dienstleister. Vermutlich wird sich das ganze dann aber eher bei den Fachkräften abspielen, falls es den "Fachkräftemangel" wirklich gibt.

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Manfred Vormbaum

Find ich ganz toll

Wenn ich Herrn Mayer richtig verstehe muss Deutschland danach streben nicht zu erfolgreich oder wettbewerbsfaehig zu sein da dass anderen Staaten (ich nehme an er meint in Europa) schaden kann. Also los ihr Deutschen, entweder ihr nehmt noch mehr Ferien oder arbeitet etwas weniger per Woche so dass die lieben Griechen und Portugiesen aufholen koennen. Die Chinesen (und Vietnamesen, Inder und Brazilianer usw) - denen wird Herr Mayer schon erklaeren warum sie nicht mit den Europaeern konkurieren sollen (duerfen?)- zumindest bis die griechische Produktivitaet auf deutschen Niveau ist (oder is das Ziel die deutsche auf das griechische Niveau zu senken?).

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 18.07.2012 18:09 Uhr
G Kunze
G Kunze (thegregor) - 18.07.2012 18:09 Uhr

Das stimmt so nicht.

Er befürwortet eine weitere Flexibilisierung der Märkte, insbesondere des Arbeits- und Dienstleistungsmarkts. Das würde für den "Privatmensch" heißen, dass Gehälter in Deutschland schneller steigen, dafür aber Jobs in der Exportindustrie wegfallen und im Dienstleistungsbereich entstehen. Außerdem würde durch eine Flexibilisierung des Dienstleistungsmarkts mehr Dienstleistungen im Ausland eingekauft und "importiert" und damit der starke Exportsektor ausgeglichen. D.h. ausländische Unternehmen mit ausländischem Personal arbeiten in D. Das hat insgesamt wenig mit Erfolg zu tun und mehr mit wirtschaftlicher Optimierung. (Deutsche Angestellte würden durch höhere Gehälter mehr verdienen, dafür aber Arbeitsplatzsicherheit aufgeben.)

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