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HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Mayers Weltwirtschaft Rettet die Bundesschätzchen!

 ·  Statt die Bundesschatzbriefe abzuschaffen, sollte der Staat sie lieber erneuern. Und so ein Instrument für eine bessere Altersvorsorge schaffen.

Kolumne Bilder (1) Lesermeinungen (10)

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Joachim Richard

Träumen Sie weiterhin vom einfachen Kapitalismus

Ha, ha, bei 4% Inflation ergäbe 1% Realzins eine Rendite von 5%. Auf Bundesanleihen bekommen Sie derzeit 1,7% bei zehnjähriger Laufzeit - aber ohne Kündigungsmöglichkeit in Inflationszeiten. Warum sollte der Bund den Kapitalanlagern 3,3% schenken und obendrein ein Kündgungsrecht aussprechen?
Sobald irgendwelche Bürgschaftspakete platzen, muss der Bund froh sein, sich nicht um plötzliche Tilgungsansprüche kümmern zu müssen. Bei den derzeitigen, niedrigen Zinsen käme bei einem vernünftig kalkulierten Bundesschatzbrief ohnehin nichts mehr an Zins heraus.
Die Illusion, man könne mit Geld risikofrei Geld verdienen, müssen Sie wohl aufgeben. Auch für Kapital richtet sich der Preis nach Angebot und Nachfrage. Nachdem nun viel Kapital im "Angebot" ist und Anlagemöglichkeiten sucht, sind die Renditen eben niedriger.

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Michael Peters

Leistungsbilanz-Ungleichgewichte

Der Abbau der deutschen Leistungsbilanz-Überschüsse liesse sich ganz einfach bewerkstelligen.
Kräftige Lohnerhöhungen und Rentenerhöhungen, Aufstockung der Hartz Iv-Sätze. Dieses Geld würde größtenteils in den Binnen-Konsum fliessen und nicht die jahrelang durch die Unterbewertung des Euro gepäppelte Exportwirtschaft noch antreiben. Die Bundesschatzbriefe waren übrigens eine Erfindung des von mir geschätzten Professor Hankel, der damals im Bundeswirtschaftsministerium unter Helmut Schmidt tätig war, Hankel hat als einer der Ersten vor der Einführung des Euro gewarnt und auf die Gefahr großer LB-Ungleichgewichte hingewiesen. Er hat in fast allen Punkten Recht behalten und wurde von den Politikern lange Zeit als Schwarzseher abgetan und für seine Klagen vor dem BVG dafür geschmäht.

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Susanne Erbe

Kommentar im Wirtschaftsdienst

Der Hamburger Finanzwissenschaftler Gerold Krause-Junk analysiert in der September-Ausgabe des Wirtschaftsdienst das Für und Wider der Abschaffung von Bundesschatzbriefen: "Auch das Debt Management der öffentlichen Hand muss wirtschaftlich organisiert sein und dem Grundsatz der sparsamen Verwendung öffentlicher Mittel unterworfen werden. Insofern ist es verständlich, wenn sich der Bund bei seiner Schuldenaufnahme von einem relativ aufwändigen Vertriebsweg trennen und die Bundesschatzbriefe abschaffen möchte. Wirtschaftlichkeit bedeutet aber stets die Abstimmung zwischen Zielen und Mitteln, wobei eben das billigste Verfahren nicht immer das beste ist. Im Fall des öffentlichen Schuldenmanagements geht es nicht nur um die aus Sicht des Fiskus günstigste Platzierung von Staatsschulden, sondern auch um die mit dieser Platzierung verbundenen gesamtwirtschaftlichen Wirkungen."

Wirtschaftsdienst

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Reinhard Wilhelm

Die Rente in der GRV könnte Gold wert sein,...

... wenn man es wollte. Es geht nicht nur um den Willen der Politik, die häufiger in die Kasse greift und aus wahltaktischen Gründen auf der Leistungsseite davon absieht, ob der Antragsteller seine Beiträge zum Generationenvertrag erfüllt hat, sondern um jeden einzelnen Bürger, der den Generationenvertrag aktiv mit Familiengründung mitträgt. Besteht eine solide demographische Entwicklung - ein kleiner Schwund ist da durchaus verkraftbar - funktioniert die gesetzliche Rente besser als Gold. Ist die Entwicklung dramatisch, dann wird es bald nicht nur mit der Rente, sondern auch mit den Kapitalanlagen und Sachwertanlagen schwierig sein. Produkte, Wertschöpfung und die Renditen aus dem Handel werden nun einmal von Menschen geschaffen und erwirtschaftet. Fehlen die produktiven Kräfte wird es schwierig bis unmöglich, die Rentenansprüche zu bedienen, Sachwerte und Grundlagen für Renditen zu schaffen. Bleibt so das Wirtschaftswachstum aus, wird es auch mit den Bundesschatzbriefen nichts.

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Jupp Grüner

Verstehe ich nicht

Ich verstehe die Forderung nach Bundesschatzbriefen nicht. Aus der aktuellen Politik wissen wir doch, dass es vornehmste Aufgabe einer Regierung ist, ihre Bürger zu Banken und Versicherungen zu treiben, nicht mal ein Betreuungsgeld kommt ohne diese Komponenten aus. Einfache Produkte mit schlanker Verwaltung - was soll dann mit dem ganzen Finanzpersonal passieren?

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Ronald Schlimm
Ronald Schlimm (ronslim) - 18.11.2012 11:28 Uhr

Fundierter Vorschlag

jedenfalls besser als die Idee unseres Öko-Finanzministers Altmeier mit nicht erklärbaren 5 % Zinsen. Die Verzinsung sollte Markt gerecht sein und sich an die veränderlichen Kriterien anpassen. Dazu eine 100 % Golddeckung. Das eingeworbene Kapital sollte zweckgebunden eingesetzt werden, am besten in Bildung ( Technik, Naturwissenschaften, Ökologie - nicht islamische Religionswissenschaft, Theaterwissenschaften sonstige Hobby- und Pseudo-Studien).

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 18.11.2012 11:55 Uhr
Nils Kuhs

Haben Sie den Artikel überhautp gelesen?

Der Zins sollte "Markt gerecht sein"? Haben Sie nachgelesen, wie der Zins lt. dem Autor festgesetzt werden soll? Denke Sie mal nach, ist dies "marktgerecht" oder nicht?
Und eine 100% Golddeckung? Denken Sie mal nach! Warum soll man z.B. solche Sparer mit einer solchen Garantie "belohnen"? Wie erklären Sie das den ganzen Mitglieder in der gesetzlichen Rentenversicherung? Pech gehabt, eure Rentenansprüche sind es nicht wert mit "Gold abgesichert" zu werden?
Und das eingenommene Kapital wollen Sie auch noch zweckgebunden ausgeben? Schon mal überlegt, was Bundesschatzbriefe u.ä. sind? Der Großteil löst doch Altkredite ab! Was wollen Sie denn da "zweckgebunden einsetzten"?
Und wenn ich schon lese "nicht islamische Religionswissenschaft"... dann mache ich mir schon Sorgen, was für ein Gedankengut Sie haben... Wird mit der restlichen Aufzählung auch nicht besser...

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Matthias Gläßer
Matthias Gläßer (mymag) - 18.11.2012 10:09 Uhr

guter Vorschlag!

Ich habe die Bundeswertpapiergesellschaft exakt zu dieser Vorgehensweise aufgefordert. Keine Reaktion. Ich finde es wirklich schade, da ja hier ein Potential von 80 Millionen Deutschen (...) besteht, die ihr Geld doch lieber dem deutschen Staat zum wirtschaften geben sollten.
Naja andererseits der deutsche Staat reicht es halt gerne weiter oder finanziert damit lieber einen unnötigen Beamtenapparat...

Und dann noch die linken Brüder von SPD und Grünen: Gabriel beschimpft Schweizer mit billigem Populismus und Trittin fordert Reichensteuer. Alles zur Umverteilung und Enteignung.
Deutschland - Gute Nacht...

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 18.11.2012 11:34 Uhr
Nils Kuhs

Was soll denn bitte daran gut sein?

Sorry, aber haben Sie mal nachgedacht? Warum soll denn bitte Deutschland als Staat mehr Zinsen ausgeben als den marktüblichen? Also, warum soll man solche Typen die gerne so eine Anlageform möchten mit Steuergeldern subventionieren? Wo macht dies denn Sinn?
Es gibt eine gesetzliche Rente. Da ist man versichert oder man kann sich freiwillig versichern. Warum soll unsere Gesellschaft daneben noch ein ganz anderes System mit Steuergeldern unterstützen? Und wie erklären Sie dies dem normalen Steuerzahler? "Du zahlst in die ges. Rente ein und hast Pech, aber derjenige der über Geldvermögen verfügt, den Subventionieren wir mal richtig". Das soll ein "guter Vorschlag" sein?
Gehören Sie auch zu den Leuten, die "rumheulen" weil es zu wenig Wohnraum gibt, aber hier Forderungen stellen, die dazu führen würden, dass massiv Gelder aus dem Immobiliengeschäft abgezogen würden? Nur mal ein Gedanke am Rand....

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Dietmar Blum

Dem Deutschen Staat

gebe ich keinen EINZIGEN WEITEREN CENT zum (Ver)wirtschaften.

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