18.11.2012 · Statt die Bundesschatzbriefe abzuschaffen, sollte der Staat sie lieber erneuern. Und so ein Instrument für eine bessere Altersvorsorge schaffen.
Von Thomas MayerRichtlinien für Lesermeinungen
Die FAZ.NET-Redaktion bietet allen registrierten und eingeloggten Nutzern die Möglichkeit, sich mit den aktuellen Beiträgen auf FAZ.NET konstruktiv und kritisch auseinanderzusetzen und eigene Leser-Kommentare zu veröffentlichen. Für jede Meinungsäußerung stehen 1000 Zeichen zur Verfügung. Voraussetzung für eine Veröffentlichung ist, dass die Verfasser und Verfasserinnen ihren wirklichen Namen nennen, d.h. in ihrer FAZ.NET-Registrierung den korrekten Vor- und Nachnamen eingetragen haben. Im Falle der Veröffentlichung des Leser-Kommentars weisen wir am Beitrag sowohl den Klarnamen als auch den Nickname des Lesers aus. Unter Pseudonym oder anonym verfasste Texte können nicht berücksichtigt werden.
Veröffentlicht werden nur Beiträge, die auf den jeweiligen Artikel und sein Thema seriös und sachbezogen eingehen. Links- und rechtsradikale, pornographische, rassistische, beleidigende, verleumderische sowie ruf- und geschäftsschädigende Inhalte können nicht berücksichtigt werden, ebenso wenig sachlich falsche oder in angemessener Zeit nicht nachprüfbare Behauptungen. Links sind in den Leser-Kommentaren von FAZ.NET nicht gestattet. Die Redaktion behält sich vor Leser-Kommentare zu kürzen oder zu modifizieren. Jeder verfasste Beitrag wird von der Redaktion geprüft und schnellstmöglich veröffentlicht, sofern er diesen Richtlinien für FAZ.NET-Lesermeinungen nicht zuwiderläuft. Nutzern, die wiederholt versuchen, den Richtlinien nicht entsprechende Beiträge zu veröffentlichen, kann die Registrierung entzogen werden.
Für veröffentlichte Meinungsbeiträge gewähren Sie uns das unentgeltliche, zeitlich und örtlich unbegrenzte und nicht ausschließliche Recht, diese Aussagen ganz oder teilweise zu nutzen, zu vervielfältigen, zu modifizieren, anzupassen, zu veröffentlichen, zu übersetzen, zu bearbeiten, zu verbreiten, aufzuführen und darzustellen, Dritten einfache Nutzungsrechte an diesen Aussagen einzuräumen sowie die Aussagen in andere Werke und/oder Medien zu übernehmen.
Wir möchten Sie ausdrücklich darauf hinweisen, dass der gesamte Auftritt von FAZ.NET von verschiedenen Suchmaschinen intensiv ausgewertet wird und die Inhalte dort auch gelistet werden. Das schließt die Leser-Kommentare automatisch ein, so dass diese auch über FAZ.NET hinaus im Internet jederzeit recherchierbar sind.
Träumen Sie weiterhin vom einfachen Kapitalismus
Ha, ha, bei 4% Inflation ergäbe 1% Realzins eine Rendite von 5%.
Auf Bundesanleihen bekommen Sie derzeit 1,7% bei zehnjähriger
Laufzeit - aber ohne Kündigungsmöglichkeit in
Inflationszeiten. Warum sollte der Bund den Kapitalanlagern 3,3%
schenken und obendrein ein Kündgungsrecht aussprechen?
Sobald irgendwelche Bürgschaftspakete platzen, muss der Bund froh
sein, sich nicht um plötzliche Tilgungsansprüche kümmern
zu müssen. Bei den derzeitigen, niedrigen Zinsen käme bei
einem vernünftig kalkulierten Bundesschatzbrief ohnehin nichts mehr
an Zins heraus.
Die Illusion, man könne mit Geld risikofrei Geld verdienen,
müssen Sie wohl aufgeben. Auch für Kapital richtet sich der
Preis nach Angebot und Nachfrage. Nachdem nun viel Kapital im
"Angebot" ist und Anlagemöglichkeiten sucht, sind die
Renditen eben niedriger.
Leistungsbilanz-Ungleichgewichte
Der Abbau der deutschen Leistungsbilanz-Überschüsse liesse
sich ganz einfach bewerkstelligen.
Kräftige Lohnerhöhungen und Rentenerhöhungen, Aufstockung
der Hartz Iv-Sätze. Dieses Geld würde größtenteils
in den Binnen-Konsum fliessen und nicht die jahrelang durch die
Unterbewertung des Euro gepäppelte Exportwirtschaft noch antreiben.
Die Bundesschatzbriefe waren übrigens eine Erfindung des von mir
geschätzten Professor Hankel, der damals im
Bundeswirtschaftsministerium unter Helmut Schmidt tätig war,
Hankel hat als einer der Ersten vor der Einführung des Euro gewarnt
und auf die Gefahr großer LB-Ungleichgewichte hingewiesen. Er hat
in fast allen Punkten Recht behalten und wurde von den Politikern lange
Zeit als Schwarzseher abgetan und für seine Klagen vor dem BVG
dafür geschmäht.
Kommentar im Wirtschaftsdienst
Der Hamburger Finanzwissenschaftler Gerold Krause-Junk analysiert in der
September-Ausgabe des Wirtschaftsdienst das Für und Wider der
Abschaffung von Bundesschatzbriefen: "Auch das Debt Management der
öffentlichen Hand muss wirtschaftlich organisiert sein und dem
Grundsatz der sparsamen Verwendung öffentlicher Mittel unterworfen
werden. Insofern ist es verständlich, wenn sich der Bund bei seiner
Schuldenaufnahme von einem relativ aufwändigen Vertriebsweg trennen
und die Bundesschatzbriefe abschaffen möchte. Wirtschaftlichkeit
bedeutet aber stets die Abstimmung zwischen Zielen und Mitteln, wobei
eben das billigste Verfahren nicht immer das beste ist. Im Fall des
öffentlichen Schuldenmanagements geht es nicht nur um die aus Sicht
des Fiskus günstigste Platzierung von Staatsschulden, sondern auch
um die mit dieser Platzierung verbundenen gesamtwirtschaftlichen Wirkungen."
Wirtschaftsdienst
Die Rente in der GRV könnte Gold wert sein,...
... wenn man es wollte. Es geht nicht nur um den Willen der Politik, die häufiger in die Kasse greift und aus wahltaktischen Gründen auf der Leistungsseite davon absieht, ob der Antragsteller seine Beiträge zum Generationenvertrag erfüllt hat, sondern um jeden einzelnen Bürger, der den Generationenvertrag aktiv mit Familiengründung mitträgt. Besteht eine solide demographische Entwicklung - ein kleiner Schwund ist da durchaus verkraftbar - funktioniert die gesetzliche Rente besser als Gold. Ist die Entwicklung dramatisch, dann wird es bald nicht nur mit der Rente, sondern auch mit den Kapitalanlagen und Sachwertanlagen schwierig sein. Produkte, Wertschöpfung und die Renditen aus dem Handel werden nun einmal von Menschen geschaffen und erwirtschaftet. Fehlen die produktiven Kräfte wird es schwierig bis unmöglich, die Rentenansprüche zu bedienen, Sachwerte und Grundlagen für Renditen zu schaffen. Bleibt so das Wirtschaftswachstum aus, wird es auch mit den Bundesschatzbriefen nichts.
Ich verstehe die Forderung nach Bundesschatzbriefen nicht. Aus der aktuellen Politik wissen wir doch, dass es vornehmste Aufgabe einer Regierung ist, ihre Bürger zu Banken und Versicherungen zu treiben, nicht mal ein Betreuungsgeld kommt ohne diese Komponenten aus. Einfache Produkte mit schlanker Verwaltung - was soll dann mit dem ganzen Finanzpersonal passieren?
jedenfalls besser als die Idee unseres Öko-Finanzministers Altmeier mit nicht erklärbaren 5 % Zinsen. Die Verzinsung sollte Markt gerecht sein und sich an die veränderlichen Kriterien anpassen. Dazu eine 100 % Golddeckung. Das eingeworbene Kapital sollte zweckgebunden eingesetzt werden, am besten in Bildung ( Technik, Naturwissenschaften, Ökologie - nicht islamische Religionswissenschaft, Theaterwissenschaften sonstige Hobby- und Pseudo-Studien).
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 18.11.2012 11:55 UhrHaben Sie den Artikel überhautp gelesen?
Der Zins sollte "Markt gerecht sein"? Haben Sie nachgelesen,
wie der Zins lt. dem Autor festgesetzt werden soll? Denke Sie mal nach,
ist dies "marktgerecht" oder nicht?
Und eine 100% Golddeckung? Denken Sie mal nach! Warum soll man z.B.
solche Sparer mit einer solchen Garantie "belohnen"? Wie
erklären Sie das den ganzen Mitglieder in der gesetzlichen
Rentenversicherung? Pech gehabt, eure Rentenansprüche sind es nicht
wert mit "Gold abgesichert" zu werden?
Und das eingenommene Kapital wollen Sie auch noch zweckgebunden
ausgeben? Schon mal überlegt, was Bundesschatzbriefe u.ä.
sind? Der Großteil löst doch Altkredite ab! Was wollen Sie
denn da "zweckgebunden einsetzten"?
Und wenn ich schon lese "nicht islamische
Religionswissenschaft"... dann mache ich mir schon Sorgen, was
für ein Gedankengut Sie haben... Wird mit der restlichen
Aufzählung auch nicht besser...
Ich habe die Bundeswertpapiergesellschaft exakt zu dieser Vorgehensweise
aufgefordert. Keine Reaktion. Ich finde es wirklich schade, da ja hier
ein Potential von 80 Millionen Deutschen (...) besteht, die ihr Geld
doch lieber dem deutschen Staat zum wirtschaften geben sollten.
Naja andererseits der deutsche Staat reicht es halt gerne weiter oder
finanziert damit lieber einen unnötigen Beamtenapparat...
Und dann noch die linken Brüder von SPD und
Grünen: Gabriel beschimpft Schweizer mit billigem
Populismus und Trittin fordert Reichensteuer. Alles zur Umverteilung und Enteignung.
Deutschland - Gute Nacht...
Was soll denn bitte daran gut sein?
Sorry, aber haben Sie mal nachgedacht? Warum soll denn bitte Deutschland
als Staat mehr Zinsen ausgeben als den marktüblichen? Also, warum
soll man solche Typen die gerne so eine Anlageform möchten mit
Steuergeldern subventionieren? Wo macht dies denn Sinn?
Es gibt eine gesetzliche Rente. Da ist man versichert oder man kann sich
freiwillig versichern. Warum soll unsere Gesellschaft daneben noch ein
ganz anderes System mit Steuergeldern unterstützen? Und wie
erklären Sie dies dem normalen Steuerzahler? "Du zahlst in die
ges. Rente ein und hast Pech, aber derjenige der über
Geldvermögen verfügt, den Subventionieren wir mal
richtig". Das soll ein "guter Vorschlag" sein?
Gehören Sie auch zu den Leuten, die "rumheulen" weil es
zu wenig Wohnraum gibt, aber hier Forderungen stellen, die dazu
führen würden, dass massiv Gelder aus dem
Immobiliengeschäft abgezogen würden? Nur mal ein Gedanke am Rand....
Dem Deutschen Staat
gebe ich keinen EINZIGEN WEITEREN CENT zum (Ver)wirtschaften.
Ein Blick auf die Märkte in Nah und Fern
Gentests machen Aussagen über das Risiko künftiger Krankheiten. Wollen Sie Ihr Risiko kennen?
| Name | Wert | Änderung | |
|---|---|---|---|
| F.A.Z.-Index | -- | -- | |
| Dax | -- | -- | |
| Dow Jones | -- | -- | |
| Euro in Dollar | -- | -- | |
| F.A.Z.-Anleih… | -- | -- | |
| Gold | -- | -- | |
| Rohöl Brent | -- | -- | |
| Bund Future | -- | -- | |