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Mayers Weltwirtschaft Brauchen Banken den Staat?

 ·  Griechenland reißt seine Banken in den Abgrund. Irland und Spanien gerieten wegen ihrer Banken an den Rand der Insolvenz. Die Eurokrise zeigt: Staaten und Banken bringen einander immer wieder in Schwierigkeiten. Das könnte nur ein neues Geldsystem ändern.

Kolumne Bilder (2) Lesermeinungen (64)
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Fred Ruegg
Fred Ruegg (fredruegg) - 06.04.2013 14:07 Uhr

Neues Geld System allein löst Gesellschafts-Probleme unserer Gegenwart und vorsehbaren Zukunft nicht

Neues Geldsystem kann vorläufig vernünftigsten Wirtschaftssystem– Markt orientierten Kapitilalismus– etwas weiter helfen.Vorab dringender:

1. Nationen& Übernationale Gemeinschaften (EU) konsequente Einführung & Durchführung Direkten Stimmbürgerdemokratie. Bürgerrecht zu Fakultativen Referenden über Gesetze& Aenderungen.Auch Verfassung(Grundgesetz) Abstimmungen zu verlangen.Weiter Initiativrecht Aenderungen zu Verfassungen und Gesetzen zu verlangen ohne Regierung &Parlament Obstruktion
2. Neue Wirtschaftsordnung für Nationen & Übernationalschaften (EU), Gesellschaft & Wirtschaft optimal nach ihren Werten zu entwickeln. Dazu Nationales Geld & Wirtschaftsystem mit unabhängigen Nationalbanken & Währungen strikte für Inlandwirtschaft, aber mit Übernational Zonen Währungen (EU/Euro) für internationale Zahlungen, auch zwischen EU Staaten. Nationale ZB’s setzen Wechselkurse z.B. zu Euro nach Bedarf der Exporte und Importe. EZB verantwortlich für Beziehungen zu anderen Zonen Reservewährungen

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Fred Ruegg
Fred Ruegg (fredruegg) - 06.04.2013 10:07 Uhr

Ja, die Banken brauchen den Staat

Einfache Logik!
Die moderne Menschengesellschaft braucht den Staat den ja die Menschen selber beherrschen sollten nach dem viel besungenen Prinzip der Bürgerdemokratie. Oder will jeder Einzelne, wie zu den Zeiten des Faustrechtes, wieder selber richten und bestrafen? Die Gesellschaft hat die Banken selber geschaffen als ingenieuses Mittel zur Führung einer Überlebensnotwendigkeit, der gemeinschaftlichen Wirtschaft. Somit müssen die Banken des Staates unter die demokratische Macht der Bürger.

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Klaus Willemsen

Banken brauchen langfristige Einlagen

Die Fragestellung geht etwas in die falsche Richtung. Das Problem der Banken UND der Notenbanken besteht darin, dass es für die Geldvermögensbesitzer immer weniger attraktiv ist, ihr Geld langfristig auzuleihen. Die flache Zinsstruktur macht langfristige Anlagen unattraktiv. Die Folge ist ein Übermaß an Liquidität an den Finanzmärkten und der untaugliche Versuch der Notenbanken, durch die Flutung der Märkte mit neuer Liquidität, die Hortung zu kompensieren.

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Mark Möschl
Mark Möschl (Cimpoler) - 02.04.2013 16:44 Uhr

was lehrt uns das ?

Was lehrt uns dieses Geschichtsstück aus der Zeit des 30jährigen Krieges ?
Daß wir es damals nur mit einfachen Menschen zu tun hatten, genauso wie heute. Die Leute sind keinesfalls klüger geworden und sie sind auch nicht weiser und besonnener geworden, der Mensch hat sich nicht verändert, und darum werden wir auch nach wie vor von einer kleinen Kaste Mächtiger regiert, die zwar noch genauso dumm ist wie damals, aber die Komplexität der Materie wie kleine Kinder kaum verstehen können, aber nichtsdestotrotz irre gern damit herumspielen möchten.

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Charles Villette

Euroskeptisches Unfug

Warum nicht sogar zurück zur Steinzeit blicken, um die "ungesunde" Verbindung zwischen Geld und Staat zu bedauern?
Deutschland hat den Euro-Beschluss zur Bankenunion von Juni 2012 mitunterschrieben: nun muss es endlich aufhören, über seine Intelligentsia und seiner Politik es zu torpedieren versuchen.
Wir kennen den genialen Gegenplan Deutschlands zur Bankenunion und zur "Wahrung" des Euros: Kapitalkontrollen.
Nach dem Motto: jeder hat den Euro und behält es auch lieber ganz für sich (300 eur/ Tag).

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Erwin Stahlberg

Die Staaten brauchen keine EU

Die EU-Politiker haben stets unter allen möglichen
Entschließungen die schlechtesten ergriffen.

Die Früchte werden uns tagtäglich vorgeführt
und sind einfach zum Heulen.

Da sich die FUNKTION dieser EU nur noch auf
BANKEN-RETTUNGEN reduziert,
sollte sie längst ihr eigenes Todes-Urteil über sich
gesprochen haben

--- damit endlich ein neuer Schwung in den einzelnen
europäischen Ländern eine Chance bekommt.

Kein EUROPA-POLITIKER tut heute den Mund auf,
ohne etwas Albernes zu sagen.

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Frederik Börges

Radio Ostfriesland: Komplexe Dinge einfach erklären ohne zu lügen, das ist die Kunst! Teil 2

ergibt sich die Lösung. Die bekannten geldtheoretischen Lösungsansätze, grob gesagt, das Vollgeldsystem mit Geldschöpfung des Staates entsprechend dem Wirtschaftsprodukt, die Umlaufsicherung durch Negativzinsen nach Silvio Gesell mit Regionalwährungen, die libertäre Lösung mit konkurrierenden Währungen und das Warengeld (Kenawi) sollte man so kurz, gut, klar und eindeutig wie möglich in ihren entscheidenden Unterschieden darstellen- daraus würden die meisten denkenden Menschen zwangsläufig den aktuell richtigen Weg für die Neugestaltung der Ökonomie erkennen können. Das wäre schon den Schweiß der Edlen wert, auf den korrupten Nobelpreis für Wirtschaft muß man dann eben verzichten! Dies ist ein Informationskrieg,der nur mit permanenter Aufklärung zu gewinnen ist. Wer Gewalt anwendet oder zur Revolution aufruft, spielt den Schurken, wer immer das wirklich ist (Siehe C) ,in die Hände! Was bedeutet die parasitäre Geldschöpfung für die Realwirtschaft, das ist die Frage an den Ökonom. Mayer?

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 01.04.2013 20:11 Uhr
gisbert heimes

Das Ergebnis der ungedeckten parasitären Geldschöpfung des Finanzsektors

verhält sich zur Realwirtschaft ungefähr wie Materie zu Antimaterie. Wenn die gewaltige Geld-Cloud abregnet, saufen wir ab = Hyperinflation. Um im physikalischen Analogon zu bleiben: die Notenbanken müssen die virtuelle Geldmenge wie das Plasma in einem Fusionsreaktor 'gefangen' halten. Im Moment feuern sie den Geldreaktor noch an, um ihn zu stabilisieren, sprich den Bankensektor liquide zu halten. Als 'Reaktormantel' setzen sie dabei entgegen allen Geldmengentheorien auf eine Niedrigzinspolitik. Fukushima war nur Spaß dagegen.

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Frederik Börges

Radio Ostfriesland: Komplexe Sachverhalte einfach erklären ohne zu lügen, das ist die Kunst!

Einige Kommentatoren hier in Mayer's Ecke haben sich offensichtlich schon etwas länger mit der Konstruktion des Geldsystems als ursächliche Quelle allen gesellschaftlichen Übels beschäftigt.
Man kann klar drei Diskussionsebenen unterscheiden a) Der Euro und die EU als Mißgeburten mit Folgen ( viele Kommentare) b) das fehlerhafte Geldsystem, ökonomisch gesehen ( einige) und c) Der Verdacht, es gibt eine geheime Oligarchie, die alles in ihrem Sinne lenkt.( nur 3 x).
Ohne eine moderierte öffentliche Diskussion, gerade auch in den so genannten Qualitätsmedien, wie sie Herr Mayer hier langsam lostritt oder ängstlich wieder aufgibt, wird aus Ebene B schnell C . B aber ist kriegsentscheidend: Man lese nicht nur die Professoren Huber, Binswanger, Senf und Hayek sondern unbedingt dazu Samirah Kenawi:FALSCHGELD! Dann hat man zwar die Lage erkannt, aber es schwirren leider mehrere Lösungen für ein stabiles Geldwirtschaftssystem durch den Unterrichtsraum. Diese zugespitzt formulieren, daraus

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Horst Rachinger

Zwei Zitate

Henry Ford:
Eigentlich ist es gut , dass die Menschen unser Banken- und Währungssystem nicht verstehen. Würden sie es nämlich, so hätten wir eine Revolution vor morgen früh.
Voltaire:
Papiergeld kehrt früher oder später zu seinem inneren Wert zurück: Null.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 01.04.2013 15:55 Uhr
Sofie Weiss

Innerer Wert?

Voltaires Spruch finde ich nicht intelligent. Natürlich hat Papiergeld nur einen ÄUSSEREN Wert, nämlich seinen Tauschwert. Ist es beim Silber, beim Gold etwa anders? Welchen INNEREN Wert hat Gold (abgesehen von der technischen Brauchbarkeit, die hier nicht in Rede steht, Papiergeld könnte man z.B. verheizen)? Null. Es hat bloß Tauschwert.

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Sofie Weiss

Eine Mär, dass Geld "arbeitet"?

Ist es nicht das Normalste von der Welt, dass Kredite (also Geld) für Investitionen eingesetzt werden, die dann Arbeit schaffen - und dadurch Mehrwert?

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 01.04.2013 14:25 Uhr
Sofie Weiss

Wortklauberei, @Herr Gehrmann.

Auch Sie bestreiten ja nicht, dass mit Krediten investiert und Arbeit geschaffen werden kann. Geld wird dabei benutzt, um die Produktionsmittel zu erweitern oder zu verbessern und Mehrwert zu erzeugen. Jeder Depp weiß, dass nicht das Geld selbst arbeitet, sondern dass man MITHILFE von Geld arbeitet. Ohne Investition keine Arbeit. Genau das meint man, wenn man sagt "Geld arbeitet" und DAFÜR werden Zinsen verlangt und bezahlt.

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Andreas Gehrmann

Naja,

Sie haben die Antwort selbst gegeben: Nur Menschen können arbeiten! Wir haben aber alle eine Gehirnwäsche verordnet bekommen mit dem Slogan "Lassen Sie ihr Geld für sich arbeiten". Das hat dazu verleitet anzunehmen, man könnte leistungslos zu Wohlstand gelangen. Das mag für unsere Finanzelite durchaus möglich sein, aber nicht für jeden. Der Wohlstand muss immer von Menschen erarbeitet werden. Man kann demzufolge nur so viel verteilen, wie REALES Wachstum generiert wird. Wir haben aber eine Verteilung bzw. ein System, das leistungslose Einkommen sehr gut schützt. Oder anders: Wenn die Erträge aus Kapital, d.h. Zinsen, höher sind als das, was man systembedingt an Zinsen zu zahlen hat, profitiert man. Das dürften die oberen 10% sein. Alle anderen müssen das bezahlen. Das ist wie beim Lotto: Einer knackt den Jackpot und alle anderen zahlen dafür!
Es kann theoretisch jeder reich werden, ABER NICHT ALLE!
LG Traumschau

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Heike Schneider

Ein Staat...

...der sich von Banken Geld leiht, die nur Geld drucken um zu leihen und von Banken mit Geldwäsche und Geldern aus kriminellen Geschäften, der hat ein Problem. ein Staat, der kriminelle Machenschaften nicht unterbindet, sondern der sich noch freut, das durch kriminelle Geschäfte Gelder auf den Bankkonten eingehen, da er sich ja selbst wieder etwas leihen kann, der hat ein Problem. D.h. wir kriegen die Politiker, die wir verdient haben. Und wer sollte diese kontrollieren, wenn nicht die Bürger eines Staates? Die guten Mütter, die guten Väter, die guten Kinder und die guten Tanten, die guten Lehrer ect., sie verzichten auf das was Menschen schadet, was Menschen rasend macht, sie in Prügeleien und in Not verstrickt, in Hass, in Gier und auf alles was uns zurück auf die Stufe der Unbewusstheit bringt. Und da muss ich nicht mal meine Religion benennen. Es gibt Länder und Menschen die denken, wir müssten aus christlichem Mitleid ihren Ramsch kaufen.

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Stefan Uhlig
Stefan Uhlig (printul) - 01.04.2013 11:41 Uhr

Systemrelevante Banken

Banken sind das Herz des anglo-amerikanischen Kapitalismus, den auch wir leider - zu Lasten des Konzeptes der sozialen Marktwirtschaft - eins zu eins übernommen haben und noch weiter übernehmen (siehe auch Verdrängung unseres excellenten HGB durch die Larifari-IFRS auch bei uns). Deshalb dürfen Banken - andes als normale Unternehmen - nicht pleite gehen und zocken weiter wie eh und je, weil sie eben für diesen Kapitalismus relevant sind. Sie sind mit Abstand die größten Spender der politischen Parteien. Und nicht dem Chef der Handwerksmeister oder dem obersten Anwalt dieses Land wird im Kanzleramt sein Geburtstag ausgerichtet, sondern dem obersten Banker. Ein bezeichnender Vorgang.
Wer glaubt, an dem System würde sich irgendetwas ändern, ist - sorry - schlicht naiv. Erst wenn wir als rohstoffarmes Land der Ausbildung unserer jungen Leute Systemrelevanz einräumen, käme Hoffnung auf. Stattdessen vergammeln Schulen und Lehrer bzw. Profs werden - wenn überhaupt - nur befristet eingestellt

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Peter Nemschak

Beschränkung des Leverage stützt den Geldwert

Die Erfahrungen mit der Hyperinflation nach den beiden Weltkriegen haben dazu geführt, dass es für den Geldwert schädlich ist, wenn Zentralbanken Staatsfinanzierung betreiben. Heute tut es die EZB indirekt dadurch, dass sie den Geschäftsbanken Kredite gewährt, welche diese ohne Eigenkapitalunterlegung in Staatsanleihen investieren können. Letztlich beruht ein solides Geldwesen auf einer soliden Haushaltspolitik, die in manchen Staaten Europas schon vor der Finanzkrise jahrelang gefehlt hat. Ich bin schon gespannt, was Herr Mayer als Lösung anbieten wird.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 01.04.2013 14:02 Uhr
Hans-Jörg Rechtsteiner

Meine Anwort:

Weg mit dem Euro, weg mit der EU in der jetzigen Form kollektiver Verantwortungslosigkeit. Zurück zur staatlichen Eigenverantwortung mit eigenem Geldwesen, eigenem Steuersystem, eigener Wirtschaftpolitik.

Und nicht zuletzt: Direkte Demokratie jetzt!

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Bernd  Schulz

Umdenken dauert lange

Danke an Herrn Mayer, danke aber auch an die Redaktionen der FAZ, die die Diskussion über unser Finanzsystem (und Gesellschaftssystem) aus den geschlossenen Zirkeln herausholt. Wer vor drei Jahren noch das Geldschöpfungssystem der Banken diskutieren wollte, wurde belächelt. Das ist heute anders. Es darf über Alternativen nachgedacht werden!

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Cornelius Schwarz

private money

Ein Lob dem Autor für seine einfache Sprache und die Hinwendung zum Publikum.

Banken brauchen keine Staat, sondern ein Regelsystem mit Wächter.

Das Problem ist, daß der Sozialstaat in das Regelsystem als manipulierender Superkapitalist eingreift, um seine Klientel zu begünstigen, Trägerschichten zu züchten und Marktdaten zu manipuliern.

Wenn die EZB künstlich für Machterhalt und Bereicherungsgier den wichtigsten Preis, den Preis für Geld manipuliert, haben die Banken keine Wahl: Sie nehmen das Geld.

Das größte Risiko ist die politische Euro Kaste.

Gerade dieses Risiko ist an den Märkten nicht ausreichend handelbar.

Gerade, nachdem Euro und Euro Kaste gescheitert sind, sind sie immer noch da und erweitern skupellos ihre Macht.

Wir brauchen für Geldemittenten einen Markt für Risikobewertung, Wettbewerb und die Möglichkeit des Scheiterns.

Warum tun wir den Euro und die EuroKaste nicht einfach weg.

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Gerd Kintzel

@Matthias Grosse

Bei Giralgeld handelt es sich um Sichteinlagen, also über sofort (auch bar) verfügbare Gelder. Dieses Kapital wird z.B. in jeder Bankfiliale am Ende eines Tages saldenmäßig (die Guthaben aller Girokonten) erfaßt. Die Summe dieses Geldes ist der sogenannte "Bodensatz" an Guthaben, der im Durchschnitt eines Monats gerechnet den Banken als Äquivalent für Kreditvergaben dient. Überschüssiges Geld wurde regelmäßig einer übergeordneten Kopfstelle gemeldet und - zumindest in meiner Zeit vor 45 Jahren, der BB in Form eines Barschecks weitergereicht - es wurde damals bei der BB gut verzinst.

Das Giralgeld ist normales Geschäft - und nicht Teil des Problems. Problematisch wird es erst, darauf weist Mayer eigentlich hin, wenn die Banken vom Staat - wie z.Zt. in Italien und anderen Ländern, in die "Haftung genommen" und quasi gezwungen werden, über die Maßen Anleihen des eigenen Staates zu erwerben, um den zu refinanzieren.

Dieses Geld fehlt der wirtschaftlichen Entwicklung und würgt sie ab.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 01.04.2013 11:26 Uhr
Andreas Gehrmann

@Gerd Kintzel

Zum teil gebe ich Ihnen recht! Allerdings ist die Verschuldung via Staasanleihen ein sehr profitables Geschäft für die Banken: Diese brauchen dafür keine Sicherheiten zu hinterlegen und kassieren Zinsen. Die Banken sind aber von den Einlagen der Kunden mittlerweile fast völlig unabhängig - die machen sich die Einlagen selbst, auf deren Basis sie Kredite vergeben dürfen.
Und zudem hat beispielsweise Richard Werner gezeigt, dass "Konjunkturprogramme", die über Staatsanleihen finanziert sind, keine Kaufkraft erzeugen. Das ist mehr oder weniger "rechte Tasche - linke Tasche". Nein, Kaufkraft kann nur durch Geldschöpfung erzeugt werden. Insofern ist die Verschuldung über Staatsanleihen Unsinn. Mehr Sinn würde es machen, wenn der Staat bei Banken einen Kredit nimmt, der nicht handelbar ist, und somit die Kaufkraft erhöht. Dazu muss aber eine Kreditlenkung in PRODUKTIVE Investitionen erfolgen, also in die Realwirtschaft, anstatt das Geld auf den Finanzmärkten zu verbrennen. LG Traumschau

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Horst Ziegler

Zentralbankaufgaben auf die EU-Ebene transponieren?

Oberstes Ziel aller Tätigkeiten der Bundesbank ist: Die Stabilität des allgemeinen Preisniveaus zu sichern. Hierfür sind gründliche Analysen, eine langfristige Orientierung und Neutralität gegenüber Einzelinteressen unabdingbar. In ihrer Stabilitätspolitik ist die Bundesbank auch auf die Unterstützung durch die Wirtschafts-, Finanz- und Lohnpolitik angewiesen. Mit der Forumulierung im letzten Satz hält sich die Bundesbank die Möglichkeit offen, den "Schwarzen Peter" der Politik zuzuschieben. AUF DER EUROEBENE IST SCHON LÄNGST FRANKREICH, Spanien und Italien dominant. Eine weitere Verlagerung von Bundesbank-Kompetenzen auf die EU-Ebene ist des Teufels.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 01.04.2013 11:46 Uhr
Peter Nemschak

Frankreich, Spanien und Italien

Umso wichtiger, dass Großbritannien wenn schon nicht in der Eurozone so doch in der EU verbleibt. Die etatistische Politkultur Frankreichs und die korrupte Klientelpolitik der Südländer ist für die Bürgerinnen und Bürger der Hartwährungsländer schlicht und einfach unzumutbar.

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Reinhold Wuest

Hinweis auf den größeren Zusammenhang

Wer verschuldet sich aus welchen Gründen? Das System "Konkurrenzdemokratie" (James Madison, Jeffersons Nachfolger) bedient aus heutiger die "Anspruchsinflation", Werbung und Marketing schaffen ständig neue Bedürfnisse bzw. Ansprüche, was in der VWL-Modelltheorie so schön neutral einfliesst. Die Parteien beglücken ihr Wahlvolk ständig mit dem Geld ihrer Wählerschaft, das noch nicht erwirtschaftet ist. Das nennt man kollektiven Selbstbetrug. Vgl. dazu auch die Anstrengungen, die "Schuldenbremse" (selten so gelacht) schon heute auszuhebeln.

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Olaf Sturmhoebel

Guter Artikel

Endlich mal jemand der das Kind beim Namen nennt. Die Schaffung von Geld aus dem Nichts über das kreditbasierte Giralgeldsystem ist eines der systemischen Grundübel unseres Wirtschaftssystems. Diese Weisheit wird aber verpuffen, da sich mit dem bisherigen System für wenige einfach zu viel Geld verdienen läßt und Staat und Finanzwirtschaft inzwischen viel zu stark voneinander abhängig und durchdrungen sind.

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Closed via SSO
Klaus Wege (covenants) - 01.04.2013 09:57 Uhr

Wer angesichts permanenter Regelbrüche sein Heil in neuen Regeln vermutet ...

... begreift offenbar nicht das Geschehen.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 01.04.2013 20:25 Uhr
gisbert heimes

Also Herr Kintzel

Klaus Wege will keine neuen Regeln. Vielleicht meint er, daß die bestehenden Regeln ausreichen, wenn sie befolgt würden. Wenn er da mal das Geschehen begreift.

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Gerd Kintzel

Na, wie gut,

daß wir Sie haben, Herr Wege.

Dann erklären Sie mir doch bitte Ihr Verständnis von diesen Dingen.

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31.03.2013, 21:05 Uhr

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