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Mayers Weltwirtschaft Angst ums Geld

 ·  Die Inflation kommt dann, wenn alle sich vor ihr fürchten. Denn sie hängt davon ab, wie die Erwartungen der Menschen sind.

Kolumne Bilder (1) Lesermeinungen (10)
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Art More
Art More (art.more) - 10.02.2013 15:16 Uhr

Grenzen der Nationalökonomie

Das einzige das billig bleibt ist die Arbeitskraft in der dritten Welt und neuerdings in den PIIGS. Daher sind am freien Markt Preiserhöhungen für Güter die global produziert werden schwierig – so lange Milliarden von Menschen schlange stehen um einen Job in einer Fabrik zu bekommen. Anders verhält es sich mit Gütern und Dienstleistungen auf Märkten die diesem Wettbewerb nicht ausgesetzt sind. Jeder der Rechnungen längere Zeit aufhebt kann sich ein Bild davon machen: Energie (OPEC Kartell, Öko-Umlagen), Medizin (Zulassungsbeschränkungen, Verschreibungspflicht, Patente), Rohstoffe und Nahrungsmittel (Knappheit, quasi-Monopole), Immobilien (nicht mobile, illiquide Märkte), Werkstätte, persönliche Dienstleistungen und ähnliche Bereiche zeigen in den letzten 5 Jahren trotz weltweiter Krisen nur eine Richtung: nach oben, 50% und mehr sind keine Seltenheit. Die Modelle der Nationalökonomie sind überholt, Kapazitäten, Erwartungen und Geldströme müssen global betrachtet werden.

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Michael Egner

Veränderte Antriebstechnik und unbekanntes Kurvenverhalten

Paradoxerweise könnte eine allgemein verbesserte Kräfteübertragung der Schaltungen in Folge des von der Rennleitung, irgendwann nach der Ernüchterung der Post-Karnevalszeit, verordneten teilweisen Rückbaus der Motorentunings, die Erwartung von Schussfahrten bis hin zu Karambolagen sogar fördern. Trotz der ergänzend direkt vorgeschriebenen Anpassungen am Geering der Motoren. Bremsverschleiß auf Grund von Navigationssystemen, die Verspätung oder Ausweichmanöver anzeigen, könnte erneut am Ziel vorbei führen, was alle Rennställe beeindruckt. Traditionell begünstigt der Asphalt mancherorts abgestimmtes Teamverhalten. Bessere Straßenverhältnisse und klarere Sicht, sowie Zugang zu Boxensprit, der eine effizientere Fahrt mit Bremswirkung an der richtigen Stelle ermöglicht, legen für viele Rennteilnehmer andere Rennen nahe, was allerdings frühzeitig entsprechende Teilnahmegebühren inflationieren könnte. Generell droht Sand im Getriebe.

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Tobias Schüth
Tobias Schüth (tobiskg) - 10.02.2013 10:40 Uhr

Krugman...

sitzt in Princeton, nicht Harvard... hat aber auch dort keinen Nutzniess von der Inflation, weil sie sich, hm,... eben nicht einstellt.

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Tobias Schüth
Tobias Schüth (tobiskg) - 10.02.2013 06:32 Uhr

Wenn Prophezeiungen nicht eintreffen

Nobelpreisträger Paul Krugman hat zum Jahresende 2012 in einem editorial der New York Times sich mit den Leuten auseinandergesetzt, die seit Jahren INFATION! rufen - und irgendwie immer ärgerlicher werden, dass sie einfach nicht eintreten will.... und anstatt ihre Annahmen zu überprüfen und aus ihren Fehlern zu lernen um so fester an sie glauben. Sehr amüsant und erhellend zu lesen, zu finden unter December 13, When Prophecy fails.

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Karl Dietrich Naumann

Kein Handlungsspielraum !

Mit der Niedrigzinspolitik ist die EUROpäische Zentralbank unter Draghi handlungsunfähig
geworden. Für eine Anhebung des Zinsniveau wegen anziehender Inflation sind die Staaten
viel zu hoch verschuldet und können höhere Zinsen nicht bezahlen. Durch die extreme
Vermehrung der Geldmenge haben wir de facto schon eine negative Zinssituation. Der
Ausweg kann nur eine galoppierende, von der EU-Zentralbank nicht mehr zu beeinflussende
hohe Inflation sein. Verantwortliche in der Politik und in den Medien sind natürlich ver-
pflichtet das abzustreiten. Die Erfahrungen der Deutschen aus dem letzten Jahrhundert
sind dementsprechend : vor dem Crash wurde nie geklingelt !

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Peter Giessinger

Es geht sogar noch viel einfacher...

denn unsere Ökonomie ist leider ein ganz großer Haufen von scheinwissenschaftlichem Dünnpfiff. Es fängt an mit unvollständigen Wachstumsmodellen, geht weiter über Schocktheorien bis hin zur Spieletheorie, die beweisen soll wie Märkte funktionieren. In Wahrheit regiert aber immer noch Geld die Welt, die auch heute noch all zu gerne belogen und betrogen wird. "Stabiles" Geld wird es innerhalb eines Zinseszins-Systems nie geben können, genausowenig wie das dafür notwendige exponentielle Wachstum. Der allseits herbei gesehnte Freihandel (besser: totale Globalisierung) ist sicher auch keine Lösung. Nun frage ich mich, woher glauben Sie Herr Mayer sollte wohl die Inflation kommen? Indem wir alle unsere Spargroschen ausgeben? Es gibt mittlerweile Geldvermögen in Deutschland, die die Ersparnisse der unteren 90% in Summe locker in den Schatten stellen. Wenn die das Geld nicht ausgeben, wie soll es dann unter die Leute kommen? Und wofür sollten Sie es denn ausgeben? Häuser, Autos oder Kleider?

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Christa Gogolok
Christa Gogolok (celino) - 09.02.2013 22:35 Uhr

Wohin mit dem billigen Geld?

Ich wundere mich immer über die Hybis der Zentralbanker, die offensichtlich glauben, die Inflationsrate auf einen "gewünschten" Prozentwert festzurren zu können. Die Vermögenspreisinflation bei Aktien und Rohstoffen wird sich als "Flucht in Sachwerte" unweigerlich ihren Weg in die Realwirtschaft, ins wirkliche Leben bahnen und sich erbarmungslos bei den Gütern und Dienstleistungen durchsetzen, auf die die Menschen nicht verzichten können: Mieten, Energie und Nahrungsmittel.

Zurück bleiben die, denen diese Flucht mangels Vermögen nicht möglich ist: die kleinen Leute, die außer ihrem Einkommen und ein paar Notgroschen nichts haben.

Die Liquiditätsausweitung fördert neue Blasen, deren Platzen wieder die Normalbevölkerung treffen. Der verstorbene Journalist Johannes Gross bemerkte einmal richtigerweise: "Inflation ist das Unsozialste, was es gibt."

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Jan Hoffmann
Jan Hoffmann (Jaho) - 09.02.2013 22:12 Uhr

Es geht auch einfacher . . .

Verschuldete Staaten, kriselnde (noch nicht realisierte Verluste) Banken, exportorientierte Leitnationen und die ständige Forderung nach mehr Geld in sozialen Sektoren bzw. einer "Wachstumspolitik" mit natürlich höheren Löhnen treffen auf gelddruckende Zentralbanken.

Na, was kommt dann wohl? Da muß man nicht habilitiert sein!

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 10.02.2013 06:32 Uhr
Christian Jobst

Nein

es geht eben nicht einfacher. Sie zeigen vorbildlich, dass Sie nichts von dem verstanden haben was der Autor schreibt. Die Wirtschaftswissenschaft ist keine Schwarz/Weiß Angelegenheit und es hat seinen Sinn und Zweck, dass sich Experten jahrzehntelang in Forschung und Praxis betätigen um Modelle und Prognosen zu entwickeln, die die Wirklichkeit vielleicht widerspiegeln.

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Johannes Grün
Johannes Grün (ppjjll) - 10.02.2013 00:40 Uhr

Ich kann Ihnen leider nur sagen was wahrscheinlich nicht kommt

die Hyperinflation, die der Deutsche befürchtet. Seit 20 Jahren schon höre ich das Lied der Inflation..... ja, wo ist sie denn?

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09.02.2013, 17:41 Uhr

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