16.09.2009 · Ford ist in Deutschland vergleichbar wie Opel vertreten, gilt aber - anders als Opel - als amerikanisch. Zur „Belohnung“ darf sich Ford jetzt vor Wettbewerbsverzerrungen mit der Hilfe von Staatsgeld sorgen.
Von Carsten KnopFord fährt ohne Staatshilfe. Und der amerikanische Verbraucher, der mit den milliardenschweren Hilfsprogrammen für die Wettbewerber General Motors und Chrysler Schwierigkeiten hat, goutiert diese Leistung, wenn auch befördert durch die Abwrackprämie. Ähnliches gilt in Deutschland, jedenfalls mit Blick auf die durch die Prämie gestiegenen Verkaufszahlen der Kleinwagenmodelle. Dass das Unternehmen aber, ganz anders als sein Wettbewerber Opel, keine direkten staatlichen Hilfen aus Berlin in Anspruch nimmt, hat dem Ruf von Ford hierzulande bisher nichts gebracht.
Das Eingreifen der deutschen Politiker zur „Rettung“ von Opel und zugunsten des sogenannten Bieters Magna bekommt unter diesem Aspekt eine weitere Facette: Opel ist es gelungen, als deutscher Hersteller wahrgenommen zu werden – obwohl auch dort seit Jahrzehnten Amerikaner das Sagen haben. Ford ist in Deutschland sehr vergleichbar vertreten, gilt aber als amerikanisch. Zur „Belohnung“ darf sich das Unternehmen jetzt vor Wettbewerbsverzerrungen mit der Hilfe von Staatsgeld sorgen. Ford sollte die künftigen Rabattaktionen von Opel genau im Auge behalten – im Interesse deutscher Steuerzahler.
Carsten Knop Jahrgang 1969, Redakteur in der Wirtschaft, verantwortlich für die Unternehmensberichterstattung, zuständig für „Die Lounge“.
Jüngste Beiträge
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.381,78 | −0,89% |
| Dow Jones | 12.580,70 | +1,01% |
| EUR/USD | 1,2459 | −0,24% |
| Rohöl Brent Crude | 105,91 $ | −0,88% |
| Gold | 1.579,50 $ | +0,31% |
Anonym bewerben? Ist das gut?