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Mannesmann-Prozeß Kein Schadenersatz für Esser

27.04.2005 ·  Der ehemalige Mannesmann-Chef ist auch in der Berufung damit gescheitert, 200.000 Euro Entschädigung zu erstreiten, weil er durch die Ermittlungen nach der Vodafone-Übernahme vorverurteilt worden sei.

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Das Oberlandesgericht Düsseldorf hat am Mittwoch die Berufungen des Landes Nordrhein-Westfalen und des ehemaligen Mannesmann-Chefs Klaus Esser gegen ein Schmerzensgeldurteil zurückgewiesen.

Richter Bernhard Rudolf Schüßler sagte in Düsseldorf, lediglich die Kostenentscheidung des Landgericht werde abgeändert. Danach müsse Esser 96 Prozent der Kosten tragen und das Land den Rest. „Die Staatsanwaltschaft durfte ermitteln, sagte der Richter zur Begründung des Urteils.

Der Anfangsverdacht gegen Esser sei durchaus begründet gewesen. Ein Schadenersatz stehe Esser dafür nicht zu. Allerdings habe die Anklagebehörde Fehler in ihrer Öffentlichkeitsarbeit gemacht. Die Esser vom Landgericht zugesprochene Geldentschädigung von 10.000 Euro habe damit Bestand.

Es bleibt bei 10.000 Euro Entschädigung

In erster Instanz hatte das Düsseldorfer Landgericht Esser im April 2004 ein Schmerzensgeld von 10.000 Euro zugesprochen. Esser hatte indes auf 200.000 Euro geklagt und war ebenso wie das Land in die Berufung gegangen. Der Manager hatte den Behörden vorgeworfen, sie hätten seine Persönlichkeitsrechte durch die Ermittlungen um den milliardenschweren Mannesmann-Verkauf im Jahr 2000 verletzt und eine gezielte Pressekampagne gegen ihn geschürt, die zu einer öffentlichen Vorverurteilung und einem schweren Ansehensverlust geführt hätten.

Die Staatsanwaltschaft hatte im Februar 2003 nach einem zweijährigen Ermittlungsverfahren Anklage gegen Esser und andere Spitzen-Manager wie Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann im Zusammenhang mit der Übernahme Mannesmanns durch den britischen Telekommunikationsriesen Vodafone erhoben. Im anschließenden Prozeß waren alle sechs Angeklagten vom Vorwurf der Untreue freigesprochen worden. Dagegen hat die Staatsanwaltschaft Berufung beim Bundesgerichtshof in Karlsruhe eingelegt.

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