12.03.2010 · In Berlin wird einer der bestbezahlten Lobbyposten ausgeschrieben: Der Bundesverband deutscher Banken sucht einen neuen Hauptgeschäftsführer. Nach 18 Jahren hat Manfred Weber vorzeitig das Handtuch geschmissen. Sein Rücktritt verdeutlicht die Krise des privaten Bankenverbandes.
Von Markus FrühaufIn Berlin wird einer der bestbezahlten Lobbyposten ausgeschrieben: Der Bundesverband deutscher Banken sucht einen neuen Hauptgeschäftsführer. Nach 18 Jahren hat Manfred Weber vorzeitig das Handtuch geschmissen. Sein Rücktritt verdeutlicht die Krise des privaten Bankenverbandes, die durch die unterschiedlichen Interessen der teilverstaatlichten Commerzbank und der wieder selbstbewusst auftretenden Deutschen Bank offenbar wird.
Tatsächlich vereint der Bankenverband Institute, die sich in ihrer geschäftlichen Ausrichtung deutlich unterscheiden. Deshalb wird es immer schwieriger, eine Brücke zwischen den kapitalmarktorientierten Investmentbanken und den auf Privatkunden fixierten Filialbanken zu schlagen. Eine gemeinsame Linie etwa in der Regulierungsdiskussion zu finden ist kaum noch möglich.
Im Investmentbanking stark engagierte Häuser wie die Deutsche Bank haben hier andere Interessen als Banken, die auf das risikoarme Privatkundengeschäft ausgerichtet sind. Einige Mitgliedsbanken vermissen einen klaren ordnungspolitischen Kurs. Doch den zu definieren dürfte auch Webers Nachfolger Probleme bereiten. Der Bankenverband steht vor einer Zäsur.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.381,78 | −0,89% |
| Dow Jones | 12.580,70 | +1,01% |
| EUR/USD | 1,2459 | −0,24% |
| Rohöl Brent Crude | 105,91 $ | −0,88% |
| Gold | 1.579,50 $ | +0,31% |
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