Die SPD, die unserem Nachbarn vor kurzem noch mit der Kavallerie drohte, bescheinigt der Schweiz plötzlich Vorbildcharakter, was schräg ist, weil ein Schweizer Verwaltungsrat kaum mit einem deutschen Aufsichtsrat vergleichbar ist. Auch der CDU gilt das Schweizer Zweidrittelvotum gegen raffgierige Manager als richtungsweisend. Die FDP will sogar noch vor der Wahl ein Zeichen zur Stärkung der Eigentumsrechte der Aktionäre setzen.
Bevor man fragen kann, warum deutsche Politiker Volksabstimmungen immer nur woanders gut finden, überrascht die EU-Kommission mit dem Plan, bis zum Jahresende einen eigenen Gesetzesvorschlag zu bringen, wonach Aktionäre über die Vergütung von Managern abstimmen sollen.
Nur die Aktionärsvertreter wollen das nicht - angeblich, weil in der Hauptversammlung Großanleger in der Mehrheit seien. Fragt sich, warum Aktionärsvertreter ihren Klagen über die Vergütung dort selten Abstimmungstaten folgen lassen. Liegt das daran, dass in vielen Aufsichtsräten „Aktionärsschützer“ gemeinsam mit Kapitalvertretern und Gewerkschaftsleuten in trauter Runde die Gehälter der Manager regeln?
Nützliche Symbiosen zwischen Vorstand und Aufsichtsrat
Caspar Mendrzyk (Buergersicht)
- 05.03.2013, 16:15 Uhr
Nun sind allein entscheidende Aktionärsvertreter immer noch
gärtnernde Böcke
Gottfried Lobeck (golo7)
- 05.03.2013, 09:02 Uhr
Scheinheilig.
Dieter Zorn (Zoernheim)
- 05.03.2013, 08:56 Uhr
Kleinanleger sind selten auf Hauptversammlungen vertreten.
Elisabeth Dreier (EDreier)
- 05.03.2013, 07:58 Uhr
Die Managervergütung - Eine Lachnummer!
Josef Erwin Herz (Ontotheo)
- 05.03.2013, 07:43 Uhr