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Managergehälter Vergütungspolitik

 ·  Die Schweiz hat es vorgemacht. Jetzt will auch Angela Merkel die Aktionärsrechte stärken, um Gehaltsexzesse bei Spitzenmanagern zu verhindern. Gut so!

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Wenn sich sogar die Kanzlerin zu einem Plan bekannt hat, geht es in der Koalition mächtig voran. Schließlich ist Angela Merkel nicht gerade dafür bekannt, sich an die Spitze einer Bewegung zu stellen. Der in Gang gekommene Wahlkampf bewirkt Wunder. Gut so: Deutsche Aktionäre erhalten somit die Chance, bald auf Hauptversammlungen über die Vergütung ihrer leitenden Angestellten mit Vorstandsrang zu bestimmen. Als Eigentümer können sie dann Gehaltsexzesse verhindern.

Ob sie dies auch tun, wird sich weisen - viele Anteile liegen bei angelsächsischen Großinvestoren, die noch ganz andere Vergütungen gewohnt sind. Wohlgemerkt: Es geht nur um die Struktur der Bezüge.

Einzelne Verträge soll und kann das Plenum der Aktionäre natürlich nicht aushandeln. Ein Eigentor wäre es, wenn die Opposition nun im Bundesrat versuchen würde, die Reform zu blockieren, weil sie ihr nicht weit genug geht. Der Staat kann schließlich die Gehälter nicht selbst festlegen; das verstieße gegen die Vertragsfreiheit. Und der Vorschlag, das Finanzamt solle Vorstandsgehälter nur noch begrenzt als Betriebsausgaben anerkennen, würde zu einer absurden (und vermutlich verfassungswidrigen) Doppelbesteuerung führen.

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13.03.2013, 17:46 Uhr

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