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Managergehälter Gehälter der Dax-Vorstände nehmen zu

02.09.2004 ·  Im vergangenen Jahr haben die Vorstände der großen börsennotierten Unternehmen in Deutschland ihre Einkommen im Schnitt um elf Prozent gesteigert. Die Gewinne stiegen derweil um 30 Prozent.

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Die Vorstände der 30 größten börsennotierten deutschen Unternehmen haben im vergangenen Jahr ihre Einkommen im Schnitt um elf Prozent gesteigert. Die größten Gehaltssprünge haben dabei die Manager des Softwarekonzerns SAP sowie der Deutschen Bank erzielt.

„In den Vorstandsetagen der 30 Dax-Unternehmen wurden für das Geschäftsjahr 2003 durchschnittlich 1,42 Millionen Euro verdient", sagte Christiane Hölz, Rechtsanwältin der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW), am Donnerstag bei der Präsentation einer DSW-Studie zur Vorstandsvergütungen in Frankfurt.

2002 habe der Betrag je Vorstand bei 1,279 Millionen Euro gelegen. Im gleichen Zeitraum seien die Gewinne der im Deutschen Aktienindex (Dax) gelisteten Unternehmen im Schnitt um 30 Prozent gestiegen. „Insofern scheinen die Mechanismen der erfolgsabhängigen Bezahlung durchaus zu funktionieren", ergänzte sie. Gehaltskürzungen gab es allerdings bei sieben Dax-Firmen, zwölf der im deutschen Leitindex notierten Gesellschaften verbuchten 2003 einen geringeren Gewinn als im Vorjahr.

Nicht zufrieden zeigte sich die DSW mit der Umsetzung des sogenannten Corporate Governance-Kodex, der unter anderem eine Auflistung der Vorstandsgehälter vorsieht. Bislang hätten neun der 30 Gesellschaften ihre Berichterstattung über das Geschäftsjahr 2003 der Kodex-Empfehlung angepaßt, sagte DSW-Hauptgeschäftsführer Ulrich Hocker. Insofern unterstütze die Aktionärsvereinigung das Vorhaben von Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD), die Veröffentlichung der Vorstandsgehälter gesetzlich zu regeln, sollten die Konzerne diese bis Mitte 2005 nicht einzeln ausweisen.

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