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Managergehälter Die SPD foult

28.04.2008 ·  Die SPD sagt den hohen Managervergütungen den Kampf an. Sie vergreift sich damit am tragenden Prinzip der marktwirtschaftlichen Ordnung: dass der Staat sich aus der Preisbildung herauszuhalten hat. Das gilt für Butter wie für Vorstände.

Von Manfred Schäfers
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Die SPD sagt den hohen Managervergütungen den Kampf an. Sie vergreift sich damit am tragenden Prinzip der marktwirtschaftlichen Ordnung: dass der Staat sich aus der Preisbildung herauszuhalten hat. Das gilt für Butter wie für Vorstände.

Die SPD geht nicht so weit, dem Mindestlohn einen Maximallohn nachzuschieben, sie bedient sich vielmehr eines steuerpolitischen Kniffs: Unternehmen sollen Gehälter nur noch begrenzt absetzen können. Das ist eine Sünde am Steuersystem, weil dann der Staat Gehälter teilweise doppelt besteuert. Doch das Denken in solchen Kategorien gerät außer Mode.

Politisch schlagkräftiger dürfte der Hinweis auf die Folgen sein. Nachdem man mit der Unternehmensteuerreform den Standort aufpolierte, bekäme das neue Bild einen tiefen Kratzer. Unklar ist, ob sich die Neuregelung auf Vorstände beschränken lässt. Dagegen spricht alles. Man darf Manager nicht schlechter behandeln als andere Menschen. Damit trifft die SPD auch die Fußballclubs, die sich teure Stars leisten. Dann können die Deutschen die Champions League vergessen. Das gilt im übertragenen Sinn natürlich auch für die internationale Unternehmensliga.

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Jahrgang 1961, Wirtschaftskorrespondent in Berlin.

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