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Management Wirtschaft gründet Eliteschule

01.11.2002 ·  Die deutsche Wirtschaft hat in Berlin eine eigene Eliteschule für den Management-Nachwuchs gegründet.

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Die deutsche Wirtschaft hat in Berlin eine eigene Eliteschule für den Management-Nachwuchs gegründet. Die European School of Management and Technology (ESMT) wurde am Donnerstag im Beisein von Bundespräsident Johannes Rau sowie zahlreichen Konzernchefs aus der Taufe gehoben.

Sitz der Schule ist das frühere Gebäude des DDR-Staatsrats, das zwischenzeitlich auch Amtssitz des Bundeskanzlers war. Der Lehrbetrieb soll 2004 nach der Renovierung des Gebäudes anlaufen. Bereits im kommenden Frühjahr soll es aber erste Kurse an der Münchner Außenstelle der Schule geben. Pro Jahr sollen 300 Manager die Schule mit einem akademischen Abschluss verlassen.

Kaum Zuschüsse vom Staat

An der Schule sind mehr als 20 Unternehmen und Verbände beteiligt, darunter DaimlerChrysler, Eon, Siemens, die Allianz und die Lufthansa. Die eigens gegründete Stiftung verfügt bislang über ein Startkapital von 90 Millionen Euro. Hinzu kommen 25 Millionen Euro von der Hertie-Stiftung für ein eigenes Institut. Finanziert werden soll die Schule aus Studiengebühren sowie den Zinserträgen des Stiftungskapitals. Das Staatsratsgebäude wird vom Staat kostenlos zur Verfügung gestellt. Weitere Zuschüsse lehnen Bund und Land ab.

Der Sprecher der Stiftungsinitiative, ThyssenKrupp- Aufsichtsratschef Gerhard Cromme, bezeichnete die Schulgründung als „Meilenstein für den Wissenschaftstandort Deutschland“. Die ESMT soll mit den großen internationalen Management-Schulen konkurrieren. Bislang taucht in internationalen Uni-Ranglisten keine deutsche Management-Schulen auf. Gründungspräsident der ESMT ist der britische Professor Derek F. Abell.

Unterrichtssprache ist Englisch

In einigen Jahren sollen mindestens 60 Vollzeit-Professoren und 20 Gast-Professoren an der ESMT lehren. Unterrichtssprache wird Englisch sein. Bis zuletzt gab es Streit über die Renovierungskosten von etwa 25 Millionen Euro. Das Land Berlin und der Bund lehnten eine Übernahme ab, so dass die Wirtschaft dafür vermutlich selbst aufkommen muss. Mehrere Experten äußerten vor der Gründung Zweifel daran, dass das bislang gesammelte Geld zur Finanzierung der Schule ausreicht. Der Jahres-Etat wird von der Stiftungsinitiative mittelfristig auf 15 bis 20 Millionen Euro beziffert.

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Von Heike Göbel

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