15.09.2009 · Nahezu die gesamte deutsche Autoindustrie droht dem Zulieferer Magna mit dem Entzug von Aufträgen - sollte der Konzern es nicht schaffen, eine klare Trennlinie zwischen sich und Opel zu ziehen. Die Sache könnte für Magna noch existenzbedrohend werden.
Von Christoph RuhkampNun ist nicht mehr nur Opel in einer prekären Lage, sondern auch der neue Eigentümer. Nahezu die gesamte deutsche Autoindustrie droht dem Zulieferer Magna mit dem Entzug von Aufträgen - sollte der Konzern es nicht schaffen, eine klare Trennlinie zwischen sich und Opel zu ziehen.
BMW, Daimler und VW rechnen ganz offensichtlich damit, dass sie künftig keine innovativen Komponenten, wie elektronische Bauteile, bei Magna entwickeln lassen können.
Befürchtet wird, dass solches Knowhow beim Konkurrenten Opel landet. Für Magna könnte das Missfallen der Kunden über die neue Rolle des Zulieferers als Autohersteller existenzbedrohende Ausmaße annehmen.
Natürlich werden nicht alle Hersteller alles abbestellen. Aber Magna ist schon jetzt in einer äußerst schwierigen Lage. In der ersten Hälfte des Jahres ist der Umsatz des nach Bosch und Denso drittgrößten Zulieferers der Welt um fast die Hälfte auf 5 Milliarden Euro geschrumpft. Verantwortlich hierfür sind vor allem die Kunden in Amerika. Kommt nun noch ein Absatzminus in Europa hinzu, könnte neben Opel auch sehr schnell Magna zum Notfall für die staatlich finanzierte Intensivstation werden.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| DAX | 6.692,96 | −1,41% |
| FAZ-INDEX | 1.495,13 | −1,32% |
| TecDAX | 769,89 | −0,43% |
| MDAX | 10.249,10 | −1,04% |
| SDAX | 4.985,13 | −0,71% |
| REX | 421,06 | −0,02% |
| Eurostoxx 50 | 2.480,76 | −1,65% |
| F.A.Z. EURO INDEX | 80,01 | −1,60% |
| Dow Jones | 12.801,20 | −0,69% |
| Nasdaq 100 | 2.547,32 | −0,65% |
| S&P500 | 1.342,64 | −0,69% |
| Nikkei225 | 8.947,17 | −0,61% |
| EUR/USD | 1,3195 | −0,67% |
| Rohöl Brent Crude | 117,61 $ | −0,91% |
| Gold | 1.711,50 $ | −2,09% |
| Bund Future | 138,62 € | +1,01% |