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Ultraleichtflugzeug : Die neue Flugmaschine des Google-Gründers

Der Kitty Hawk Flyer - die neue Flugmachine des Google-Gründers Larry Page. Bild: dpa

Larry Page finanziert ein Unternehmen, das an fliegenden Autos arbeitet. Jetzt wurde ein Prototyp gezeigt. Dabei spielt ein Deutscher eine große Rolle.

          Larry Page hat viele Interessen. Als einer der beiden Gründer von Google hat er einst die Internetsuche revolutioniert. Er hat Google mittlerweile zur Alphabet-Holding umgebaut, die jenseits von Internetdiensten auf den unterschiedlichsten Gebieten aktiv ist, von selbstfahrenden Autos bis zu Krebstherapien. Und neben seiner Aufgabe bei Alphabet investiert der Multimilliardär auch in andere Projekte. Dazu gehören sogenannte „fliegende Autos“. Page hat angeblich mehr als 100 Millionen Dollar in Unternehmen gesteckt, die an solchen futuristischen Vehikeln arbeiten.

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          Roland Lindner

          Wirtschaftskorrespondent in New York.

          Jetzt hat das von Page mitfinanzierte Unternehmen Kitty Hawk seinen ersten Prototypen vorgestellt. Der „Flyer“ sieht wie eine Mischung aus Jet-Ski und Riesendrohne aus, also nicht so sehr wie ein Auto. Und er ist auch zumindest fürs Erste nicht dafür gedacht, in der Stadt oder auch auf dem Land herumzufliegen, sondern sein Einsatz ist auf Flüge über Gewässer beschränkt. Aber er soll schon bald produktionsreif sein.

          Der Flyer wird vollständig elektrisch betrieben

          Das Unternehmen plant, ihn noch bis zum Ende dieses Jahres auf den Markt zu bringen. Der Preis ist bislang noch ein Geheimnis. In der Zwischenzeit vertreibt Kitty Hawk für besonders Interessierte gegen eine Gebühr von 100 Dollar Mitgliedschaften in einem Club, die neben anderen Dingen einen bevorzugten Platz auf einer etwaigen Warteliste für den Flyer verheißen sowie einen Preisnachlass von 2000 Dollar, wenn das Vehikel herauskommt.

          Der Flyer wird vollständig elektrisch betrieben. Er hat acht Rotoren, ist rund 100 Kilogramm schwer und bietet Platz für einen Passagier. Er kann vertikal abheben und landen. Nach Aussage von Kitty Hawk lässt sich innerhalb weniger Minuten lernen, ihn zu fliegen, und man brauche dafür auch keinerlei Pilotenlizenz. Die Maschine sei legal und falle in eine Kategorie der Flugbehörde FAA, die für Ultraleichtflugzeuge gelte. Die Journalistin Cimeron Morrissey, die den Flyer testen durfte, schrieb in einem Blogeintrag, die Maschine habe sich wie ein fliegendes Motorrad angefühlt. Sie sei mit einer Geschwindigkeit von bis zu 40 Kilometern unterwegs gewesen.

          Bei Kitty Hawk spielt ein Deutscher eine maßgebliche Rolle. Das Unternehmen wird von Sebastian Thrun geführt, der eine langjährige Verbindung zu Larry Page und zu Google hat. Thrun führte einst das Google-Projekt für selbstfahrende Autos, danach gründete er Udacity, einen Anbieter von Online-Kursen. Dort trat er im vergangenen Jahr als Vorstandsvorsitzender zurück, führt aber bis heute als Chairman den Verwaltungsrat.

          Konzepte rund um fliegende Autos

          Mit Kitty Hawk hat der 49 Jahre alte Thrun offenbar ehrgeizige Pläne, die sich nicht auf Spaßflüge über das Wasser beschränken. Auf Twitter sagte er, sein Unternehmen wolle „die Zukunft des persönlichen Transports verändern.“

          Page und Thrun sind bei weitem nicht die einzigen, die an fliegenden Autos arbeiten. Der europäische Flugzeugbauer Airbus stellte zum Beispiel kürzlich auf dem Automobilsalon in Genf einen Prototypen für sein solches Vehikel mit dem Namen „Pop.up“ vor. In Dubai sollen schon von diesem Juli an autonome Flugtaxis, die von einem chinesischen Unternehmen hergestellt werden, Passagiere transportieren. Und auch der Fahrdienst Uber arbeitet an einem ähnlichen Projekt.

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          Uber will diese Woche auf einer Konferenz im texanischen Dallas sein Konzept rund um fliegende Autos präsentieren. Kitty Hawk kam Uber mit seiner Ankündigung nun zuvor. Vielleicht ist das kein Zufall, denn Uber und der Google-Mutterkonzern Alphabet stehen in immer härterem Wettbewerb miteinander. Die Alphabet-Tochtergesellschaft Waymo, in der das Projekt für autonomes Fahren untergebracht ist, hat Uber kürzlich sogar verklagt und dem Fahrdienst den Diebstahl von Geschäftsgeheimnissen vorgeworfen.

          Quelle: FAZ.NET

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