http://www.faz.net/-gqe-8wxlc
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER
F+ Icon
F.A.Z. PLUS
abonnieren
F.A.Z.-Index -- --
DAX ® -- --
Dow Jones -- --
EUR/USD -- --

Veröffentlicht: 15.04.2017, 17:39 Uhr

Überwachung von Banken Hat sich die NSA Zugang zum Swift-System verschafft?

Der amerikanische Geheimdienst soll in das internationale Zahlungsverkehrssystem eingedrungen sein. Dokumenten einer Hacker-Gruppe zufolge hat die NSA so Banken im Nahen Osten überwacht.

© AP Der Eingang zum NSA-Campus in Fort Meade

Der amerikanische Geheimdienst NSA hat sich möglicherweise Zugang zum internationalen Zahlungsverkehrssystem Swift verschafft und eine Reihe von Banken im Nahen Osten überwacht. Das geht aus Dokumenten hervor, welche die Hackergruppe Shadow Brokers am Freitag veröffentlichte. Fachleute gehen davon aus, dass die Dokumente tatsächlich von der NSA stammen und bei einer geheimen Hacker-Einheit namens „Equation Group“ innerhalb Amerikas gestohlen wurden.

Den Dokumenten zufolge verschaffte sich der Geheimdienst offenbar Zugang zu zwei Swift-Servicebüros, darunter EastNets, das für Swift und andere Finanzinstitutionen technische Dienste im Nahen Osten leistet. Über diesen Zugang soll die NSA Transaktionen mehrerer Banken und Finanzinstitutionen in Kuwait, Dubai, Bahrain, Jordanien, Jemen und Katar überwacht haben.

Mehr zum Thema

EastNets wies die Angaben in einer Erklärung auf seiner Internetseite zurück. Die Berichte seien „komplett falsch“. EastNets-Kundendaten seien „in keiner Weise“ betroffen gewesen. Swift verwies darauf, dass die Angaben nur die Servicebüros und nicht das eigene Netzwerk beträfen. Die Hackergruppe Shadow Brokers war im vergangenen Jahr erstmals aufgetaucht. Damals hatte die Gruppe Cyberspionage-Werkzeuge der NSA zum Verkauf angeboten. Schon 2013 hatte Edward Snowden Dokumente veröffentlicht, die zeigen sollen, dass die NSA das System überwacht hatte, um Zahlungen für kriminelle Machenschaften aufzuspüren.

Ein neuer Flugplan

Von Carsten Knop

Auf dem deutschen Luftverkehrsmarkt ändert sich (fast) alles. Darüber freut sich die Lufthansa, aber es kommen noch andere zur Party hinzu. Den Kunden wird die Insolvenz kaum schaden. Mehr 7 18

Abonnieren Sie den Newsletter „Wirtschaft“

Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden
Zur Homepage