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Mobilfunk : T-Mobile US kauft Frequenzen für acht Milliarden Dollar

  • Aktualisiert am

T-Mobile-US-Chef John Legere: „Wir haben mehr Spektrum gewonnen als jedes andere Unternehmen und das in jeder Ecke der USA“ Bild: Reuters

Die Telekom-Tochter T-Mobile US räumt beim Wettbieten um Mobilfunkfrequenzen ab. Das Unternehmen kauft in Amerika für acht Milliarden Dollar Frequenzen, die Konkurrenz war sparsamer.

          Bei der zukunftsweisenden Versteigerung von Mobilfunkfrequenzen in den Vereinigten Staaten hat sich T-Mobile US fast die Hälfte der Frequenzen gesichert. Für 7,99 Milliarden Dollar (rund 7,5 Mrd Euro) seien 45 Prozent aller verkauften Frequenzen erworben worden, teilte die Telekom-Tochter am Donnerstag mit.

          Weitere erfolgreiche Bieter sind der Satelliten-Fernsehbetreiber Dish mit 6,2 Milliarden Dollar sowie der Kabelkonzern Comcast, der 1,7 Milliarden Dollar springen lässt. Die beiden größten Mobilfunker des Landes blieben überraschend an der Seitenlinie: AT&T kaufte für 900 Millionen Dollar ein, Verizon gab gar nichts aus. Die Zurückhaltung ist einer der Gründe, warum die Gebote auf der Auktion nicht wie im Vorfeld erwartet in den Himmel
          schossen.

          Mobilfunker müssen Lizenzen kaufen, um auf bestimmten Funkfrequenzen senden zu dürfen. Die Bandbreite ist begrenzt, die Lizenzen daher entsprechend teuer. Die Telekom hatte ihrer derzeit erfolgsverwöhnten amerikanische Sparte für die Versteigerung milliardenschwere Finanzhilfen bereitgestellt.

          Unter den Hammer kam das begehrte Spektrum um die Wellenlänge von 600 Megahertz (MHz), das unter anderem hohe Reichweiten zum Beispiel für die Versorgung mit mobilem Internet bietet. T-Mobile US ist bei den niedrigen Frequenzen nach Meinung von Analysten im Vergleich zur Konkurrenz etwas schwach ausgestattet.

          Die komplexe Auktion lief schon seit Monaten. Fernseh- und Radiostationen mussten das Frequenzband für den Mobilfunk räumen. In Amerika erwerben die Bieter die Nutzungsrechte komplett und nicht wie in Deutschland üblich nur für einen bestimmten Zeitraum.

          Quelle: dpa, Reuters

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