http://www.faz.net/-gqe-8x26e

Bose Connect : Spioniert die App für kabellose Kopfhörer?

  • Aktualisiert am

Ein Käufer von kabellosen Bose-Kopfhörern verlangt Schadenersatz. Bild: Frank Röth

Kopfhörer-Hersteller Bose soll Daten über abgespielte Musik an Dritte weitergegeben haben. Das will sich ein amerikanischer Kunde nicht gefallen lassen.

          Der Edelradiohersteller Bose soll einer Klage zufolge mit Apps für seine Funkkopfhörer die Privatsphäre von Kunden verletzt haben. Das Unternehmen aus dem amerikanischen Bundesstaat Massachusetts missachte den Datenschutz bei der Software vollkommen, heißt es in der Klageschrift, die am Dienstag bei einem Bundesgericht in Chicago eingereicht wurde. Geplant ist demnach eine Sammelklage. Bose selbst reagierte am Mittwoch nicht auf Anfragen.

          In der Klage geht es um eine Software namens Bose Connect, die sich Kunden kostenlos auf ihr iPhone oder Android-Smartphone laden können. Darüber sammele das Unternehmen Daten über Musik, Podcasts und andere Dateien, die sich Kunden anhörten, und leite diese Informationen an andere Firmen weiter.

          Der Kläger Kyle Zak hatte sich nach eigenen Angaben einen Bose-Kopfhörer für 350 Dollar gekauft. Er beantragte, dass Bose Käufern der entsprechenden Geräte Schadenersatz in Millionenhöhe leistet. Er sei überrascht gewesen zu erfahren, dass der Hersteller „alle verfügbaren Informationen“ von seinem Smartphone an Datenanalysefirmen wie Segment.io weitergebe. In der Klageschrift heißt es weiter, die Daten über die Songauswahl der Kunden verräten viel über ihre Persönlichkeit, Verhalten und religiöse Ansichten. Deshalb sei die Verbreitung dieser Daten ein Verstoß gegen den Schutz der Privatsphäre.

          Quelle: airi./Reuters

          Weitere Themen

          Staubwolken über Mexikostadt Video-Seite öffnen

          Starkes Erdbeben : Staubwolken über Mexikostadt

          Bei einem starken Erdbeben in Mexiko sind mehr als 200 Menschen ums Leben gekommen. Dutzende Menschen haben die Erschütterungen mit ihren Smartphones gefilmt, so auch ein Mann auf einem Hochhaus, der die Ausmaße der Zerstörung in Mexikostadt festgehalten hat.

          Topmeldungen

          Bundeskanzlerin Merkel auf dem Weg auf dem Weg zum EU-Gipfel

          EU-Gipfel in Brüssel : Poker mit Erdogan

          Auf ihrem Gipfel in Brüssel beraten die EU-Staaten, wie sie den Druck auf die Türkei erhöhen können. Ein Abbruch des Beitritts ist bisher nicht in Sicht – wohl aber andere Maßnahmen.

          Christian Lindner : Demut unter der Dusche

          Der FDP-Vorsitzende legt am zweiten Tag der Sondierungen ein Buch über die Rückkehr der Liberalen vor – und seine Rolle dabei. Zudem will er einen Autoritätsverlust bei Merkel erkennen.
          Eheschließung für alle: Kritiker des Gesetzes befürchten eine schleichende Islamisierung des sozialen Lebens.

          Türkei beschließt neues Gesetz : Ehe für alle

          In der Türkei dürfen künftig auch Muftis Paare vermählen. Kritiker sehen das Gesetz als Angriff auf den Säkularismus – und befürchten eine Zunahme von Kinderheiraten.
          Ihre Bewerbung gefällt dem Kreml: die russische Journalistin Xenia Sobtschak, hier 2012 in Moskau

          Kandidatin Sobtschak : Ein Geschenk des Glamours

          Die Journalistin Xenia Sobtschak, die schon Glamour-Girl und Heldin in Reality-TV-Shows war, will bei der russischen Präsidentenwahl antreten. Das stößt auf Kritik – aus Sicht des Kremls ist ihre Bewerbung aber von Vorteil.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.