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Luxusauto Daimler opfert die Marke Maybach

Der Automobilkonzern stellt seine Luxusmarke Maybach ein. Daimler-Chef Dieter Zetsche sagte der F.A.Z., künftig solle es stattdessen mehr verschiedene Modelle der Mercedes S-Klasse geben. Die rund 150 Maybach-Mitarbeiter müssten nicht um ihre Jobs fürchten.

© AP Vergrößern Daimler zieht den Stecker bei seiner Luxusmarke Maybach

Die 2013 bevorstehende Erneuerung der Mercedes-S-Klasse will der Stuttgarter Autobauer für eine Modelloffensive nutzen. „Mercedes bläst jetzt auch zum Angriff in der Oberklasse“, sagte Daimler-Vorstandschef Dieter Zetsche im Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

Um das Ziel zu erreichen, im Jahr 2020 der absatzstärkste Hersteller von Premiumfahrzeugen zu sein, soll die Produktpalette in der Oberklasse deutlich aufgefächert werden. Statt wie bisher drei, soll es künftig sechs verschiedene Modelle der S-Klasse geben. Davon erhoffe sich Mercedes jährlich einen Absatz-Zuwachs im fünfstelligen Bereich, so Zetsche gegenüber der F.A.Z. Auch eine Verdopplung des bisherigen S-Klasse-Absatzes von aktuell rund 80.000 Stück sei langfristig nicht abwegig: „Wir sind seit eh und je führend in diesem Segment. Das soll auch so bleiben. Wir wollen nicht warten, bis uns die anderen den Schneid abkaufen.“ Gebaut werden soll die S-Klasse auch künftig am Standort Sindelfingen, betonte Zetsche.

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Die neue Offensive an der Spitze der Modellpalette bedeutet zugleich das Aus für die Marke Maybach. „Wir haben intern ausgiebig diskutiert, welcher Weg im Luxussegment den größten Erfolg verspricht. Und wir sind zur klaren Überzeugung gelangt, dass die Absatzchancen für die Marke Mercedes besser sind als die von Maybach“, sagte Zetsche im Gespräch mit der F.A.Z.: „Es wäre nicht sinnvoll, ein Nachfolgemodell für den jetzigen Maybach zu entwickeln. Die kommende S-Klasse ist ein in jeder Hinsicht so überlegenes Fahrzeug, dass sie die Maybach-Modelle ersetzen kann.“ Über die Existenzberechtung des Maybach wurde innerhalb des Konzerns seit langem diskutiert, vor allem, weil die Verkaufszahlen deutlich hinter den Erwartungen zurückblieben.

Topmanager plaedieren fuer "Stuttgart 21" © dapd Vergrößern „Es wäre nicht sinnvoll, ein Nachfolgemodell für den jetzigen Maybach zu entwickeln“: Dieter Zetsche

Zetsche räumte in dem Interview auch ein, dass die Wiedereinführung der Marke Maybach im Jahr 2002 unterm Strich ein Verlustgeschäft war. Das Auto soll nun weiterverkauft werden, bis im Jahr 2013 die neue S-Klasse-Generation auf den Markt kommt. Die Beschäftigten der Maybach-Manufaktur bräuchten sich keine Zukunftssorgen zu machen, betonte Zetsche: „Das sind etwa 150 bestens qualifizierte Mitarbeiter, die wir für unser Wachstumsprogramm im Luxussegment brauchen werden.“

Das vollständige Interview erscheint in der Samstagsausgabe der F.A.Z.

Quelle: F.A.Z.

 
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