29.08.2009 · Fluggesellschaften müssen künftig für den Ausstoß ihrer Flugzeuge Emissionsrechte kaufen. Das ist weit mehr als platte Symbolik. Für die Preisbrecher der Branche stellt sich die Frage, ob das Geschäftskonzept des „Billigfliegens“ noch zeitgemäß ist.
Von Ulrich FrieseEs ist weit mehr als platte Symbolik: In diesen Tagen müssen alle Fluggesellschaften, die in Europa landen oder starten, glaubhaft belegen, dass sie fit sind für den Handel mit Emissionsrechten.
Damit ist die Luftfahrt hinter dem Energiesektor und energieintensiven Unternehmen die dritte Branche, die sich verbindlich zum Klimaschutz bekennt und dafür ab 2012 regelmäßig zur Kasse gebeten wird. Seriösen Schätzungen zufolge werden die Akteure der Luftfahrt dadurch zunächst mit zusätzlichen Kosten von rund 3 Milliarden Euro konfrontiert. Dieser Betrag dürfte sich schon in naher Zukunft vergrößern, wenn der Luftfahrtsektor - bei einer Erholung der Weltkonjunktur - tatsächlich wieder auf seinen ursprünglichen Wachstumspfad mit Zuwachsraten von rund 5 Prozent je Jahr zurückfindet.
Der neue Kostenballast, der aus der verursachergerechten Klimaabgabe resultiert, zwingt die etablierten Fluggesellschaften zu mehr Effizienz beim Flotteneinkauf, indem sie betagte Flieger möglichst früh durch treibstoffsparende Modelle ersetzen. Für die Preisbrecher der Branche stellt sich dagegen die Frage, ob das klassische Geschäftskonzept des "Billigfliegens" in Zukunft noch profitabel und zeitgemäß sein kann.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.384,98 | −0,66% |
| Dow Jones | 12.580,70 | +1,01% |
| EUR/USD | 1,2456 | −0,26% |
| Rohöl Brent Crude | 106,20 $ | −0,61% |
| Gold | 1.579,50 $ | +0,31% |
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