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Mittwoch, 19. Juni 2013
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Luftverkehr "Die billigste Fluglinie wird gewinnen"

 ·  Die Billigfluglinie Ryanair hat im abgelaufenen Geschäftsjahr zwar weniger verdient als im Vorjahr, aber die Erwartungen mehr als erfüllt. Die Fluglinie erwartet einen ruinösen Wettbewerb mit sinkenden Ticketpreisen.

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Europas größte Billigfluglinie Ryanair hat im abgelaufenen Geschäftsjahr fünf Prozent weniger verdient, aber die Gewinnerwartungen damit dennoch übertroffen. Für das laufende Jahr zeigte sich das irische Unternehmen am Dienstag zufrieden mit den Aussichten für die Sommermonate, warnte jedoch vor einer harten Wintersaison für die gesamte Branche.

"Wir gehen davon aus, daß es im nächsten Winter zu einem absoluten Blutbad kommen wird, und die billigste Fluglinie wird gewinnen. Nach unserer Einschätzung werden wir der letzte sein, der aufrecht stehen wird", sagte Vize-Chef Michael Cawley. Er gehe von Preissenkungen im ersten Halbjahr von fünf bis zehn Prozent und im zweiten von zehn bis 20 Prozent aus. Eine Prognose für die Gewinnentwicklung nannte er nicht. Ryanair verfolgt seit jeher eine aggressive Preispolitik auf dem hart umkämpften Billigflugmarkt. Ryanair-Aktien reagierten mit Kursgewinnen von rund einem Prozent.

„Profitabel selbst bei Verdopplung der Treibstoffkosten“

Über die gestiegenen Ölpreise brauche sich die Fluglinie keine Sorgen zu machen, sagte Ryanair-Chef Michael O'Leary dem Sender CNBC. „Auch wenn sich die Treibstoffkosten verdoppeln, werden wir weiterhin profitabel arbeiten.“ Der bereinigte Nettogewinn des zum 31. März beendeten Geschäftsjahres 2003/2004 ging um fünf Prozent auf 226,6 Millionen Euro zurück. Analysten hatten mit 195 bis 218 Millionen Euro gerechnet. Im Januar hatte das Unternehmen noch einen Gewinnrückgang von bis zu zehn Prozent prognostiziert und damit die Anleger geschockt. Der Umsatz kletterte im abgelaufenen Geschäftsjahr um 28 Prozent auf 1,07 Milliarden Euro. Der durchschnittliche Ticketpreis sank um 14 Prozent, was ebenfalls über den Erwartungen lag. Der Sitzladefaktor (Anteil besetzter Sitzplätze) ging um vier Prozentpunkte zurück. Damit liege der Ladefaktor aber dennoch über dem Wert des vergangenen Jahres, teilte Ryanair mit.

Ticketpreise sind niedriger

Für die kommenden zwölf Monate rechnet das Unternehmen, das im abgelaufenen Geschäftsjahr 23 Millionen Passagiere transportierte, mit einer Verlangsamung des Wachstums im Reiseverkehr auf 20 Prozent nach 47 Prozent im Vorjahr. Die Buchungen für den Sommer sind nach den Worten Cawleys aber durchaus zufrieden stellend. „Die Ticketpreise sind ganz offensichtlich niedriger, aber wir sind zufrieden mit der Zahl der bisher erreichten Sommer-Buchungen.“ Ryanair erzielt rund die Hälfte seiner Jahresgewinns im Sommerquartal.

Analysten wiesen darauf hin, dass Ryanair einige geleaste Flugzeuge zurückgeben und dadurch das Kapazitätswachstum etwas abbremsen werde. „Wir werden unsere positive Bewertung des Unternehmens aber nicht ändern", sagte Shane Matthews von NCB Stockbrokers, die Ryanair mit „buy“ eingestuft haben.

Quelle: FAZ.NET mit Material von Reuters
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