03.07.2009 · Lufthansa-Chef Mayrhuber will allein in diesem Jahr drei weitere Fluggesellschaften kaufen. Doch sein Kalkül, den Rivalen Air France-KLM und British Airways die Stirn zu bieten, findet bei den Kartellwächtern in Brüssel kaum Verständnis.
Von Ulrich FrieseÜber den strategischen Kurs der Lufthansa entscheiden in diesen Tagen die Bürokraten in Brüssel. Konzernlenker Wolfgang Mayrhuber ist entschlossen, die Gunst der Stunde für Zukäufe zu nutzen: Er will allein in diesem Jahr drei weitere Gesellschaften unter die Fittiche seines Unternehmens nehmen. Doch mit der Umsetzung seines Masterplans für die Neuordnung der europäischen Luftfahrt tut er sich schwer.
Sein Kalkül, die überfällige Auslese bei den nationalen Fluglinien zu beschleunigen und den Rivalen Air France-KLM und British Airways die Stirn zu bieten, findet bei den Kartellwächtern in Brüssel kaum Verständnis. Stattdessen strapazieren die Wettbewerbshüter Langmut und Finanzkraft aller Beteiligten durch bürokratisch aufwendige Prozeduren.
Während der Kauf der maroden Fluglinie British Midland ohne Auflagen durchgewunken wurde, vergingen beim Ringen um die Übernahme von Brussels Airlines neun Monate bis zur Genehmigung. Jetzt spitzt sich der Machtkampf mit Brüssel zu: Liegt bis Ende Juli kein grünes Licht für die Übernahme der österreichischen AUA vor, muss Mayrhuber das Vorhaben kassieren. Sein Masterplan sowie die Existenz der AUA stehen dann auf dem Spiel.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.384,64 | −0,68% |
| Dow Jones | 12.580,70 | +1,01% |
| EUR/USD | 1,2456 | −0,26% |
| Rohöl Brent Crude | 106,20 $ | −0,61% |
| Gold | 1.579,50 $ | +0,31% |
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