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Mittwoch, 19. Juni 2013
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Lufthansa-Chef Franz Zu laut

 ·  Lufthansa-Chef Christoph Franz hat in der Diskussion um das Nachtflugverbot auf dem Frankfurter Flughafen keine Balance gewahrt. Stets wird Grundsätzliches in Frage gestellt. Das aber schwächt seine Verhandlungsposition.

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Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Lufthansa sollte seine Kommunikationsstrategie in Sachen Nachtflugverbot auf dem Frankfurter Flughafen dringend kritisch prüfen. Christoph Franz ist im Oktober 2011 nicht einmal davor zurückgeschreckt, die Feierstunde mit der Bundeskanzlerin zur Einweihung der neuen Landebahn zu nutzen, um gleich die gesamte Bedeutung Deutschlands als Logistikstandort in Frage zu stellen, sollte es bei dem Nachtflugverbot bleiben. Nun wird es wohl tatsächlich dabei bleiben, und die Lufthansa wird sich - natürlich - damit arrangieren.

Ein Problem mit der Glaubwürdigkeit

Sogleich eilt Franz auf die nächste Baustelle. Denn nun geht es manchen schon um eine Ausweitung des Nachtflugverbots. Und das ist für Franz nichts anderes als ein „Schreckensszenario“, welches das „gesamte Geschäftsmodell“ in Frage stelle. Sein Problem ist nur, dass das niemand mehr so recht glauben mag.

Und das ist schlecht. Denn irgendwann ist tatsächlich der Punkt erreicht, an dem Verbote nicht nur der Lufthansa, sondern dem Land schaden. Wer aber in seiner Argumentation keine Balance wahrt, hat schlechte Karten, wenn Kompromisse verhandelt werden sollen. Franz ist zu laut.

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Jahrgang 1969, Redakteur in der Wirtschaft, verantwortlich für die Unternehmensberichterstattung, zuständig für „Die Lounge“.

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