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Sonntag, 12. Februar 2012
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Luftfahrt Lohnverzicht von Flugbegleitern rettet United Airlines

01.12.2002 ·  Mit einer Gehaltskürzung in Millionenhöhe retten die Flugbegleiter von United Airlines ihr Unternehmen. Aber nur vorerst.

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Mehrere tausend Flugbegleiter von United Airlines haben Gehaltskürzungen in Millionenhöhe zugestimmt, um die drohende Insolvenz der zweitgrößten US-Fluggesellschaft zu verhindern. Die Zahlungsunfähigkeit könnte aber nach Einschätzung von Analysten dennoch schon bald eintreten, falls die Gewerkschaft der Mechaniker weiter den geforderten Lohnverzicht ablehnt.

Rund 87 Prozent der Flugbegleiter stimmten am Samstag nach Angaben ihrer Gewerkschaft der Vereinbarung mit United zu, die Voraussetzung für den Erhalt staatlicher Hilfen in Höhe von 1,8 Milliarden Dollar ist. Damit ermöglichten die Flugbegleiter Einsparungen bei United von 412 Millionen Dollar (rund 415 Millionen Euro) innerhalb der nächsten fünfeinhalb Jahre. An der Abstimmung beteiligten sich rund zwei Drittel der 24.000 United-Flugbegleiter.

Flugbegleiter beißen in den sauren Apfel ...

„Die Flugbegleiter haben die schwierige aber notwendige Entscheidung getroffen, um unseren Beitrag zur finanziellen Restrukturierung von United zu leisten", sagte Greg Davidowitch von der Gewerkschaft der Flugbegleiter. United-Chef Glenn Tilton begrüßte die Zustimmung. „Dies ist etwas, was nicht ohne die Kooperation all unserer Mitarbeiter-Gruppen getan werden kann", erklärte Tilton. Die Fluggesellschaft gehört zu 55 Prozent der Belegschaft. Sowohl Piloten als auch Mechaniker sind in der Geschäftsleitung vertreten.

Allerdings hatte die Gewerkschaft der Mechaniker am vergangenen Mittwoch die von der Geschäftsleitung geforderten Lohnzugeständnisse in Höhe von 700 Millionen Dollar über die nächsten fünfeinhalb Jahre abgelehnt. Die Weigerung der Mechaniker-Gewerkschaft droht nun den Rettungsplan zu verhindern. Am Montag steigt die Wahrscheinlichkeit einer möglichen Insolvenz, denn dann sind bei United Zahlungen in Höhe von 375 Millionen Dollar fällig.

Mechaniker zieren sich noch

„Die Entscheidung der Mechaniker macht die Insolvenz für United und UAL praktisch unvermeidbar", schrieb Philip Baggaley, Analyst bei Standard & Poor's in einer Studie von Freitag. United teilte mit, man werde versuchen, die Gespräche mit der Gewerkschaft der Mechaniker wieder aufzunehmen.

Nach Angaben aus Kreisen von Ende vergangener Woche wird United innerhalb von zwei Wochen Insolvenzantrag stellen, sollte sie keine Einigung mit der Mechaniker-Gewerkschaft aushandeln können. Nach langwierigen Verhandlungen hatte United schließlich die Zustimmung der Spitzen von fünf Gewerkschaften zu einem Lohnverzicht in Höhe von insgesamt 5,2 Milliarden Dollar erhalten.

Wie fast alle US-Fluggesellschaften steckt das Unternehmen seit den Anschlägen vom 11. September 2001 in einer tiefen Krise und hat Verluste in Milliardenhöhe verbucht. Die Furcht der Anleger vor einer möglicherweise schon bald bevorstehenden Zahlungsunfähigkeit hatte den UAL-Aktienkurs am Freitag an der New Yorker Börse bereits um mehr als dreißig Prozent auf 2,51 Dollar einbrechen lassen.

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Mit Schulden

Von Johannes Ritter

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