Der weltgrößte Flugzeughersteller hat trotz rückläufigen Umsatzes im ersten Quartal seinen Verlust reduziert. Boeing berichtete für das erste Quartal von einem Nettoverlust in Höhe von 478 Millionen Dollar oder 60 Cent je Aktie.
Grund dafür waren einmalige Wertberichtigungen von früheren Akquisitionen sowie bei Flugzeugen, die im Besitz der Leasingsparte von Boeing sind. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres hatte Boeing noch einen Verlust von 1,25 Milliarden Dollar ausgewiesen. Der Umsatz von Boeing im Quartal ging um 11 Prozent auf 12,26 Milliarden Dollar zurück. Die Aktien von Boeing reagierten im frühen Handel mit deutlichen Kursgewinnen.
Gestiegener Absatz von Militärflugzeugen
Für das Gesamtjahr hat Boeing die Gewinnprognosen aufgrund der Abschreibungen in der Leasing-Sparte um 20 Cent je Aktie reduziert. Das Unternehmen rechnet nun mit einem Gewinn je Anteilschein in einer Spanne von 1,70 Dollar bis 1,90 Dollar. Die Gewinnprognosen für 2004 beließ Boeing aber unverändert bei 2,10 Dollar bis 2,30 Dollar je Aktie.
Schon im Januar hatte Boeing die ursprünglichen Prognosen für das Gesamtjahr 2003 wegen der schwachen Nachfrage nach Flugzeugen zurückgenommen. Das Unternehmen rechnet für 2003 mit einem Umsatz von 49 Milliarden Dollar. Der gestiegener Absatz bei Militärflugzeugen stütze das Geschäft zwar, aber Boeing rechnet für 2004 trotzdem mit einem weiteren Umsatzrückgang.
Boeing begründete die Verringerung des Verlusts im ersten Quartal mit einer trotz schwieriger Marktlage soliden Entwicklung im zivilen Flugzeugbau. "Aggressives Management hat erneut zu soliden Resultaten geführt", sagte Boeing-Vorstandschef Phil Condit.