12.01.2005 · Airbus rechnet in diesem Jahr mit bis zu 350 Aufträgen - weniger als 2004, als sich der Flugzeughersteller vor Boeing behaupten konnte. Die Zahl der Auslieferungen soll um mindestens 30 auf 350 steigen.
Der europäische Flugzeughersteller Airbus rechnet für das laufende Jahr mit bis zu 350 Bestellungen und damit mit einem geringeren Auftragseingang als 2004. Vertriebschef John Leahy sagte am Mittwoch in Paris, er gehe für 2005 von 300 bis 350 neuen Bestellungen aus. Im vergangenen Jahr hatte der mehrheitlich zum Luft- und Raumfahrtkonzern EADS gehörende Flugzeughersteller 370 Bestellungen erhalten und 320 Maschinen ausgeliefert. Damit hat Airbus die im vorangegangenen Jahr errungene Spitzenposition vor dem Erzrivalen Boeing behauptet.
Mit den 370 Aufträgen habe Airbus im vergangenen Jahr 57 Prozent des Weltmarktes erobert, sagte Airbus-Chef Noel Forgeard in Paris.
Wertmäßig liege der Marktanteil bei 54 Prozent. Dank einer Auftragsflut der Billigflieger habe Airbus im Bereich der kleineren Modelle (A320-Familie) mit 279 Aufträgen seinen Marktanteile von 42 auf 64 Prozent gesteigert.
Mittelfristiges Renditeziel erreicht
Im vergangenen Jahr habe Airbus sein mittelfristiges Renditeziel in etwa erreicht. Die operative Rendite sollte nahe bei dem mittelfristigen Ziel von zehn Prozent gelegen haben, gab Airbus bekannt. Der Flugzeughersteller kündigte zudem an, bis zur Jahresmitte mit 50 bis 60 Bestellungen für den neuen Langstrecken-Airbus A350 zu rechnen, den der Konzern als Konkurrenz zur geplanten Boeing 7E7 auf den Markt bringen will.
Außer bei den Aufträgen sieht sich das Unternehmen auch bei den Auslieferungen mit 320 Flugzeugen oder 53 Prozent des Marktes vorn. Im laufenden Jahr will Airbus 350 bis 360 Flugzeugen an die Kunden übergeben. Der Umsatz übersteige 20 Milliarden Euro, sagte Forgeard. Das Unternehmen produziere Verkehrsflugzeuge doppelt so rentabel wie Boeing.
Außerordentlich gut laufe das A380-Programm. Bis Ende 2004 seien 139 feste Aufträge für das weltgrößte Passagierflugzeug eingegangen. Die Gewichtsprobleme des Flugzeugs für 555 Passagiere seien überwunden. Auch die Kostenentwicklung bleibe im Rahmen und gefährde die Rentabilität nicht.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.384,64 | −0,68% |
| Dow Jones | 12.580,70 | +1,01% |
| EUR/USD | 1,2456 | −0,26% |
| Rohöl Brent Crude | 106,20 $ | −0,61% |
| Gold | 1.579,50 $ | +0,31% |
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