Der ehemalige Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann hat einen Medienbericht dementiert, demzufolge er seine Nachfolger Anshu Jain und Jürgen Fitschen als „Loser“ bezeichnet haben soll. „Ich weise diese böswillige Behauptung zurück und behalte mir rechtliche Schritte vor“, ließ der Schweizer der Nachrichtenagentur Reuters über einen Sprecher ausrichten. Die „Financial Times Deutschland“ hatte am Mittwoch berichtet, Ackermann habe Jain und Fitschen in kleiner Runde als „Loser“ (Verlierer) bezeichnet. Ackermann sehe sich unter anderem durch die Affäre um den Interbankenzins Libor in seiner Kritik an der Doppelspitze bestätigt.
Die Meldung sorgte in der Bank für Aufruhr. Erst am Dienstag hatten die beiden neuen Vorstandschefs Jain und Fitschen ein großes Sparprogramm und den Abbau von knapp 1900 Stellen angekündigt. Allein 1500 Arbeitsplätze sollen im Investmentbanking wegfallen. Einen Großteil des Investmentbankings hat die Bank an den Standorten in London und New York gebündelt. Mit ihrem Sparprogramm will die Deutsche Bank nach eigenen Angaben die Kosten um 3 Milliarden Euro senken. 350 Millionen Euro sollen die Personalmaßnahmen ausmachen.
Der Stellenabbau ist damit weitaus größer, als zuletzt erwartet worden war. In Finanzkreisen hatte es geheißen, in der Sparte stünden rund 1000 der zuletzt noch gut 10.000 Stellen auf der Kippe.
Ein Zeichen setzen!
Erwin Stahlberg (Nundenn)
- 01.08.2012, 18:26 Uhr
Alles Loser!
R. Clemens (ZyNik)
- 01.08.2012, 12:07 Uhr
Man mag sich kaum ausdenken
Michael Wagner (comic)
- 01.08.2012, 11:44 Uhr