03.03.2011 · Die Lokführer im Regional- und Fernverkehr wollen an diesem Freitag erneut die Arbeit niederlegen. Mit erheblichen Behinderungen ist zu rechnen. Nur die Berliner S-Bahn wird vom bundesweiten Warnstreik verschont. Sie fahre ohnehin nur eingeschränkt.
Die Berliner S-Bahn bleibt vom angekündigten dritten bundesweiten Warnstreik der Lokführergewerkschaft GDL an diesem Freitag erneut verschont. Das sagte der stellvertretende GDL-Bezirksvorsitzende Klaus-Peter Schölzke am Donnerstag. Damit solle die besondere Situation in der Hauptstadtregion berücksichtigt werden.
Die Lokführer im Regional- und Fernverkehr wollen an diesem Freitag erneut die Arbeit niederlegen, diesmal von 8.30 bis 11.30 Uhr, wie die GDL am Donnerstag sagte. Für Pendler ist damit auch in der Region Berlin-Brandenburg mit erheblichen Behinderungen zu rechnen.
Die Deutsche Bahn hatte die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) am Donnerstag aufgerufen, bis an diesem Freitag um 12.00 Uhr zu erklären, jegliche Arbeitskampfmaßnahmen bei der Bahn einzustellen, wie die Bahn in einem Schreiben an den GDL-Vorsitzenden Claus Weselsky formuliert.
Parallel läuft eine Urabstimmung über unbefristete Streiks
Weselsky wies das am Nachmittag zurück: „Das ist kein Angebot, sondern ein Stück aus dem tarifpolitischen Tollhaus.“ Das heiße im Klartext, dass die GDL Gremienbeschlüsse und damit die Meinung ihrer Mitglieder ignorieren solle, schimpfte Weselsky: „Auf diese Dreistigkeit werden unsere Mitglieder an diesem Freitag die passende Antwort mit einem zusätzlichen Warnstreik geben.“
Es ist der dritte Ausstand innerhalb weniger Tage. Am Dienstag voriger Woche hatte die GDL große Teile des bundesweiten Bahnverkehrs zum Erliegen gebracht. Die Lokführer legten im Berufsverkehr am Morgen für zwei Stunden die Arbeit nieder. Auch die S-Bahn Berlin stand fast komplett still.
Bereits vom zweiten Warnstreik am vergangenen Freitag hatte die GDL die S-Bahn ausgenommen. Der GDL-Vorsitzende Claus Weselsky hatte zur Begründung erklärt: „Die Berliner S-Bahn kann ohnehin nur eingeschränkt fahren. Da wir angetreten sind, verantwortungsvoll mit unserer Streikmacht umzugehen, werden wir sie von den Arbeitskämpfen ausnehmen.“ Wegen technischer Probleme bietet die S-Bahn seit mehr als einem Jahr nur einen eingeschränkten Verkehr an.
Die Gewerkschaft will einheitliche Tarifbedingungen für die rund 26.000 Lokführer bei nahezu allen Bahnunternehmen in Deutschland durchsetzen. Parallel läuft eine Urabstimmung über unbefristete Streiks, die am 7. März ausgezählt werden soll.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.319,85 | −3,26% |
| Dow Jones | 12.118,60 | −2,22% |
| EUR/USD | 1,2433 | +0,58% |
| Rohöl Brent Crude | 98,82 $ | −2,76% |
| Gold | 1.606,00 $ | +3,08% |
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