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Logistik Post plant weiteren Stellenabbau

20.11.2002 ·  Die Deutsche Post will Berichten zufolge bis zu 3.600 Stellen im Filialbereich streichen. Wegen Betriebsversammlungen bleiben heute 5000 Filialen geschlossen.

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Die Deutsche Post plant einem Zeitungsbericht zufolge einen massiven Stellenabbau im Filialbereich. Hiervon seien mindestens 3.600 der 23.000 Beschäftigten betroffen, berichtet das Bielefelder „Westfalen-Blatt“ unter Berufung auf Gewerkschaftsvertreter.

Die Post wolle 1.000 ihrer 13.000 Filialen schließen, schreibt das Blatt weiter. Dies solle aber ausschließlich Postagenturen betreffen, also Poststellen, die die AG nicht selbst betreibt. Im Oktober hatte die Deutsche Post mitgeteilt, noch keine konkreten Beschlüsse über die geplante Schließung von bis zu 1.000 Filialen gefasst zu haben. „Es gibt Überlegungen für eine Neuorganisation im Filialbereich", kommentierte ein Post-Sprecher den Bericht. Darüber werde mit den Sozialpartnern geredet. „Danach machen wir Nägel mit Köpfen.“ Zu der Frage, ob und in welchem Umfang dies Stellenstreichungen bedeuten könnte, könne er sich aber noch nicht äußern.

Zahl der Poststellen und Agenturen sinkt

Die Post hatte Anfang Juli ein drastisches Sparprogramm verkündet, nachdem die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post Portosenkungen gefordert hatte. Nach früheren Angaben ist die Post gesetzlich nur verpflichtet, 12.000 Filialen und Agenturen zu betreiben.

Ferner würden die bisherigen Verkaufsberater für Geschäftskunden aus den Filialen ausgelagert, heißt es in dem Bericht weiter. Die Beratung über Brief- und Postleistungen habe in den Filialen keine Akzeptanz gehabt und solle jetzt konzentriert in den so genannten Direktmarketing-Centern erfolgen. Im Jahr 2003 sollen in den Filialen zusätzliche 2500 Stellen gestrichen werden.

Betriebsbedingte Kündigungen vorerst ausgeschlossen

Postsprecher Blohm sagte indes dem Blatt, es gebe aber „keinen Anlass, unruhig zu werden.“ Es sei normal, dass Poststellen geschlossen würden, wenn die Kunden ausblieben. Ferner seien bis Ende 2004 betriebsbedingte Kündigungen ausgeschlossen. Derzeit werde mit den Betriebsräten ein Personal-Paket geschnürt. Die Gespräche dauerten an.

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hatte am Dienstag zu Betriebsversammlungen bei der Post aufgerufen, bei denen über angebliche Pläne zu Filialschließungen beraten werden soll. Postkunden könnten auf Grund der Versammlungen am Mittwoch möglicherweise vor geschlossenen Schaltern stehen, hieß es.

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Von Heike Göbel

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