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Liquide Mittel Das Geld der Aktionäre

 ·  Manche Unternehmen sitzen auf hohen Beständen liquider Mittel. Der Elektronikkonzern Apple zum Beispiel. In Zeiten niedriger Zinsen bleibt die Frage: wohin damit?

Artikel Lesermeinungen (6)

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Thomas Kobler

Im Moment ist Apple...

...eine sprichwörtliche "Cash Cow". Die grossen Würfe sind gemacht, und die Gewinne sprudeln. Es wäre blauäugig anzunehmen, dass jeder Wurf von Apple ein richtig grosser würde - der Blitz schlägt auch nicht regelmässig am selben Ort ein - aber weitere erfolgreiche Produkte, Dienste und deren Vermarktung sind der Firma durchaus zuzutrauen. Das kostet, und deshalb ist eine reichlich gefüllte Kasse vertretbar.

Die geschickteste Form eine Uebernahme zu stemmen ist, wenn man sie mit eigenen hochbewerteten Aktien bezahlen kann. Apple sollte zusehen, dass sie den Wert ihrer Aktien vergleichsweise hoch halten können, um damit bei einer allfälligen Uebernahme harte Währung zu sparen. Und wenn halt nichts anliegt, dann kann man mit erhöhten Ausschüttungen die Aktionäre zwischenzeitlich bei Laune halten, und die Aktien bleiben hoch bewertete "Börsenlieblinge". Alle wären zufrieden, und man behält Handlungsfreiheit.

Daimler und Artfremdes vertragen sich extrem schlecht - zeigt die Historie.

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klaus keller
klaus keller (klkeller) - 08.02.2013 18:58 Uhr

In Zeiten der schwierigen Refinanzierung hat man doch gerne Geld in der Kasse

Schwierig wird es ggf dann wenn das Unternehmen wegen seiner Barmittel Übernahmekandidat wird. Das Finanzpolster von VW ist dicker als das von GM und das ist gut so (wenn es so ist).
Apple hat erst ein Problem wenn es plötzlich Steuern zahlen soll. Das Vermögen wird ggf aber erst versteuert wenn es ausgeschüttet wird, warum also Geld verschenken.
Die nächste Innovation von Apple ist i-cash. Die Internetbank-Bank mit Elektroabteilung.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 08.02.2013 19:51 Uhr
klaus keller
klaus keller (klkeller) - 08.02.2013 19:51 Uhr

i-becher ist ggf das nächste neue Produkt von Apple

man kann darin ein Ei aufstellen und auslöffeln ist aus Aluminium und Glas, auf dem Smartphone wird die Temperatur angezeigt. Ob das Ei auch gegart werden kann wurde mir leider noch nicht mitgeteilt. Das Problem ist ggf die Akkkukapazität. Es wird aber überlegt ob mit der Abwärme eines Tablett-PC ein i gegart werden könnte.

PS1 War das eine Kaufempfehlung? Nach dem Kursrückgang ist der Kaufpreis der Aktie ggf eine Kauf(verkauf)gelegenheit. Man verläßt den €uro und beteiligt sich an einem global agierenden Unternehmen. Man muß nicht einmal Rot-Grün fürchten, oder doch?

PS2 das Wort verkauf in Klammern deutet darauf hin das sie ein Gegenüber benötigen was das Gegenteil will von dem was sie wollen.

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Gottfried Lobeck
Gottfried Lobeck (golo7) - 08.02.2013 18:38 Uhr

Perversität von Neoliberalismus

"Kein System degeneriert schneller in sein Gegenteil (bzw. das Gegenteil dessen, was seine Ideologen und "Markt"-Schreier behaupten, dass es wäre) als de-generierte Märkte" (W. Elsner).
Die neoliberale Revolte frisst ihre Kinder, führt sie doch über stete Umverteilung von unten nach oben und Explosion des fiktiven Kapitals zu exzessiver Kapitalkonzentratione in relativ wenigen Privathänden, die, wie beschrieben, verzweifelt nach renditeträchtiger Anlagemöglichkeit bzw. Wandlung in reale Werte (Rohstoffe, Land, "Betongold" etc.). Die über andienende Politiker (marktkonforme Demokratie statt demokratiekonforme Märkte) als Rückversicherer schuldenüberlasteten Staatshaushalte verlieren die Möglichkeit, für Investitionen in Rendite des Gemeinwohles garantierende Projekte der Wohlfahrt und kulturellen Entwicklung angemessene Anteile des linear ansteigenden Produktivitätsgewinnes zu erhalten bzw. nutzen zu können.

Angesichts der neoliberal-ideologischen Verblendung ist ein Crash zwingend.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 09.02.2013 11:36 Uhr
Gottfried Lobeck
Gottfried Lobeck (golo7) - 09.02.2013 11:36 Uhr

@Klaus Keller - Vielleicht wäre es der demokratische Kapitalismus (demokratiekonformer Markt)

Der Neoliberalismus erwuchs aus den damaligen Problemen der Stagflation (Ölpreisschock 1973-75 ein Auslöser). Die Profitrate stieg, allerdings mit neg. Auswirkungen s.o..
Thatchers Ausspruch: "There is no such thing as society!", kennzeichnet die Kehrseite der Entwicklung: zunehmende Ablehnung von Verantwortung für Gesellschaft, soziale Öffentlichkeit, Gemeinschaftlichkeit, kollektive Handlungsfähigkeit und Zukunft.
Die globale Herrschaft und Planung von Wirtschaft kam (Studie ETH Zürich) in die Hand der ca. 40 größten Finanzglomerate, ein von außen unkontrollierbarer closed shop, mit gegenseitiger Kontrolle (wenige Hundert vernetzte Top-Personen plus einige Hundert private Gläubiger und Eigner).
Der verschuldete Staat schied als Investor und somit Lenker von Projekten der Wohlfahrt und Zukunftsvorsorge aus. Investitionen einer Industrieförderung (etwa zur Energiewende 1973) unterblieben oder entgleisten (wie Stuttg.21), da DEMOKRATISCH-TRANSPARENTE staatliche Führung fehlte.

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klaus keller
klaus keller (klkeller) - 08.02.2013 20:07 Uhr

Haben sie eine vernünftige Alternative zum Kapitalismus im Angebot ?

Ich nicht.
Das Problem besteht m.E. darin das nicht alle gleich gute Kapitalisten sind.

In China zB nimmt sich die KP den Staat zur Beute und läßt Zwangsabtreibungen im 7 Monat durchführen wenn sie nicht bezahlen wollen um die Einkindpolitik durchzusetzen.

Wenn es zum Aufstand der Massen kommt, wer wird dann wo zu ert erschossen ?

Demokratie wollten schon die alten griechischen Philosphen nicht da ja viele Arme über wenige Reiche bestimmen würden, also kein Wahlrecht für Sklaven.
Wenn sie kein Geld selber verdienen, müssen sie Sklave sein.
Wir koppeln das Wahlrecht an das Geldvermögen. Das wäre auch eine Lösung.

Das wollen die Ármen natürlich nicht. Die Reichen bei uns müssen sich ständig das Gejammer der Lobbygruppen* der Habenichtse anhören. Wie langweilig.

* Teile der CDU/CSU,FDP,SPD,Grüne,Linke,Gewerkschaften, Kirchen, Muslimbruderschaften, CVJM et cetera

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Jahrgang 1969, Redakteur in der Wirtschaft, verantwortlich für die Unternehmensberichterstattung, zuständig für „Die Lounge“.

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