22.07.2012 · Weil Bankhändler den Zinssatz „Libor“ manipuliert haben, wollen Staatsanwälte sie demnächst festnehmen. Das haben jedenfalls die Anwälte der Verdächtigen erfahren. Es könne sich nur noch um Wochen handeln.
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Die Banker haben nur genutzt, was Politiker ihnen ermöglicht haben.
Noch bestimmt in Demokratien die Politik die Rahmenrichtlinien auch der
Wirtschaft. Schröder (SPD) hat diese Richtlinien erheblich
verändert und gelockert. Angeblich, um einerseits die
Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft und insbesondere der
Finanzwirtschaft zu stärken, andererseits, um die Kosten des
Sozialstaates zu senken. Beides ist gründlich mißlungen und
hat uns eine Krise beschert, von der wir uns mit solchen PolitikerInnen
nicht mehr erholen werden.
Sicherlich haben etliche pfiffige Kapitalisten sehr gut davon
profitiert, sie profitieren immer noch davon, aber die Allgemeinheit
wird dabei auf der Strecke bleiben. Und das ist das eigentliche
Übel, nicht die Banker, sondern unsere PolitikerInnen sind es, die
uns der Ausbeutung widerstandsunfähig überlassen.
Gehirnwäsche
Die Banker haben 'nur' genutzt, was sie von der Politik GEFORDERT haben und diese ihnen willfährig geliefert hat: Deregulierung. In dem blödsinnigen Glauben an die philantropische Funktion 'freier' Märkte.
Das Verbrechen der Bankster liegt darin, dass sie die Ganovenehre
verraten und ihre Mitbankster um viel Geld gebracht haben.
Der Schaden für die reeale Wirtschaft und auch für die
Aktienmärkte ist eher gering. Klagen und Schadenersatz fordern die
großen Hedgefonds und die weltweiten Zocker auf und mit Derivaten.
Aber ich gebe Ihnen Recht, das wird bald aus den Schlagzeilen
verschwinden und wie immer kommen die Täter ohne Strafe davon. Wenn
überhaupt dann zahlen die Banken, aber doch nicht die
Verantwortlichen. Das ist die Grundlage für die Branche. Boni in
die Tasche und weg, der Schaden bleibt den anderen.
Wahre Strafverfolgung ist gar nicht möglich
Der LIBOR Betrug ist der grösste Finanzbetrug der moderneren Geschichte. Wenn man darüber nachdenkt, dass praktisch alle variablen Zinsgeschäfte am LIBOR hängen und der Betrug über mindestens 5 Jahre lief, so ist der Schaden jenseits unseres Vorstellungsvermögens. Auch klar ist, dass die führenden Banken den günstigeren LIBOR brauchten, um ihre Bilanzen darstellen zu können. Ohne niedrige Zinsen wären die Hypotheken und Derivate noch toxischer und selbst kleinste Zinserhöhungen würden zur endgültigen EK-Vernichtung führen. Der Betrug am Aktieninvestor ist da noch garnicht mitgerechnet-die am Betrug beteiligten Banken haben sich besser dargestellt als sie waren (Vorspiegelung niedrigerer Zinsen) Eine wirkliche Aufklärung des Skandals würde zum sofortigen Zusammenbruch des gesamten Finanzsystems führen. Dieses benötigt den Betrug im System zum überleben. Deshalb wird dieses Thema bald aus den Schlagzeilen verschwinden....Wetten dass?
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 23.07.2012 13:32 UhrRecht haben Sie
Ich kann mir die Ausmaße dieses Betrugs kaum vorstellen. Die Bewertungen sämtlicher Aktiva über die DCF Methode müssten revidiert werden. Der gesamte Zins- Swap Markt war falsch gepreist auch sämtliche Devisentermingeschäfte. Und,und, und..."the mind boggles" wie die Engländer sagen.
die großverbrecher bänkster und ihre helfer in den aufsichtsräten
was in anderen ländern möglich ist, sollte auch in
"D" möglich sein, die kapitalverbrecher
dahin zu stecken, wo sie hin gehören und ihre helfer in den
aufsichtsräten, ohne ansehen
der person gleich mit. stattdessen konnten sich alle mit ihren
scheingeschäften die taschen
bis zum geht nicht mehr füllen, und der deutsche steuerzahler darf
es nicht nur für die
eigenen verbrecher, nein auch für die "befreundeten" im
euroraum ausbaden. kleinver-
brecher, wie taschendiebe u.a. werden verfolgt, aber die großen
läßt man mit vollen
taschen laufen. der libor ist dabei fast noch das kleinste übel.
Das Saubermann-Image der Banken ist wohl endgültig hinüber
Die einzige Bank, die transparent, krisenfest und ehrlich ist, findet man wohl nur noch im Park.
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 23.07.2012 13:38 UhrBanken waren nie der Saubermann!
Das ist eine der "urbanen Mythen" wie es heutzutage so schön heißt. Höchstens der freundliche Sparkassenvorstand im C&A Anzug in Hinterpfuiteufel; und das aus nur Ignoranz und Blauäugigkeit. Habe selber lange genug in der Branche gearbeitet.
Niemand hat die Absicht, das System in Frage zu stellen
Nach dem auf die Deregulierungsdekaden (Reagonomics, Thatcherismus) folgenden Crash wird jetzt verzweifelt versucht, Brandmauern zu bauen und Feuerschneisen zu legen (Basel III, ESM & Co.). Damit befindet sich das System namens 'Marktwirtschaft' längst mitten in der Konversion.
Warum wurden in der Bankenkrise die Staatsanwälte in der EU noch nie aktiv? Die Unterstützung von Griechenland zur Aufnahme in den Euroklub, Verkauf nicht werthaltiger Wertpapiere mit AAA-Rating nach Europa etc.etc. Bisher schien Betrug in Europa für Banken kein Straftatbestand zu sein.
Der Liborskandal ist lediglich der Auslöser...
einer umfassenden Desillusioniertheit mit dieser Branche. Spätestens mit der Sozialisierung der Milliardenverluste (in D übrigens fast ausschließlich von öffentlich-rechtlichen Banken eingefahren) der Finanzkrise war die Branche eine Geisel des Schicksals. Sie haben nicht vor ihrer Tür gekehrt und weiter gemauschelt, geschummelt und abkassiert. Der m.E. größte Skandal ist die Beihilfe zur Steuerhinterziehung durch diverse Großbanken, die es v.a. Kleptokraten aus Drittweltländern ermöglicht, dringend benötigtes Investitionskapital ausser Landes zu befördern. Das Perverse: Dieses Kapital liegt bei Privatbanken und wandert vornehmlich in die Märkte der ersten Welt. Die Dritte finanziert also die erste! Hierzu gibt es seit ein paar tagen erschreckende Zahlen.
Man wird ein paar kleine hängen(auch nur so viele wie der
Pöbel verlangt) -den Banken passiert nichts.
Obwohl es sich hier um ein vorsätzliches ,straff organisertes,
koordiniertes u vor allem bankenübergreifendes Verbrechen handelt
das niemals von Einzelpersonen aus einer Laune heraus verübt werden
konnten u welches nur wieder beweist dass die Banken bereit sind
alles,wirklich alles zu tun um ihre primitive Gier zu befriedigen wird
dieser Skandal trotz seiner Grösse auf bemerkenswert kleiner Flamme
gekocht anstatt bei Politikern Weltweit Alarmstimmung auszulösen.
Am Ende werden ein paar neue Nick Leesons abgeurteilt werden,die
angeblich alles im Alleingang bewerkstelligt haben oder es läuft
wie bei Barclays die lächerliche 500 mio strafe zahlen und das wars.
Und die Banken,zumind. die europäischen, die das nicht zahlen
können werden vermutlich aus dem ESM bedient.
Richtig
Das war schon immer so. Es kann mir auch keiner erzaehlen, dass Kerviel
bei SocGen der alleinige Uebeltaeter war und dass seine Oberen nichts
gewusst haben. Die Eurex ruft bei solchen Positionen immer an. Jetzt ist
das Gebot der Stunde die Oberen, bis hin zum Herrn Tucker der Bank of
England (der bei Barclays anrief, um sich ueber die zu hohen Libor
Saetze zu beschweren), vor Schaden zu bewahren. Das wird damit erreicht,
dass man ein paar kleine Haendler and den Pfahl bindet und viele tausend
Seiten neuer Regeln erlaesst, die den wahren Kern des Uebels nicht
treffen.
Solange die Aufseher entweder unfaehig oder befangen sind (oder beides),
wird es keine echten Loesungen geben. Warum wird wegen des erlogenen
Euro-Beitritts Griechenlands niemand angeklagt? Weil sich keine
Bauernopfer finden lassen.
In einer e-mail, die als Beweis durch die Medien geistert, schreibt ein Haendler, der Libor mit 5.48% zu niedrig sei, er wuerde einen Libor von 5.55% fuer marktgerechter halten, moeglicherweise noch ein bisschen hoeher. Das sind 7 Basispunkte, vielleicht auch 15. Zum Vergleich: Der Libor (und der Euribor) liegt derzeit zwischen 0.24 und 1% (je nach Laufzeit). Der Libor ist ein Durchschnitt von Zinsen, die Banken untereinander zahlen, ohne Sicherhheiten stellen zu muessen. Niemand wird ernsthaft behaupten, dass irgendeine suedeuropaeische oder franzoesische Bank oder irgendeine Bank ohne AA rating zu diesem Zinssatz irgendetwas bei einer anderen Bank leihen kann, noch dazu unbesichert. Der tatsaechliche Zinssatz duerfte deutlich ueber 5% liegen. Das ist ein Unterschied von 400 Basispunkten. Damals, wie heute, war ein niedriger Libor politisch gewollt. Das ganze Theater wegen der 2007 Saetze ist ein reines Strohfeuer, um einen Suendenbock zu haben und vom heute abzulenken.
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 22.07.2012 21:26 UhrNicht ganz
"Das ganze Theater wegen der 2007 Saetze ist ein reines Strohfeuer,
um einen Suendenbock zu haben und vom heute abzulenken."
Bleiben noch die Manipulationen voher und danach.
Das ganze Thema ist doch wohl so gravierend
dass man die Bank-Lizenz entziehen kann. Basta. Und die Verantwortlichen zur Rechenschaft mit allen Konsequenzen ziehen kann.
Fall-s der Liborzins mit emails als Absprache geknackt wird, daß der Benzinpreis........
Auch der Rest dernWelt ist in Gefahr.
Ein sehr lesenswerter Beitrag (zh)
.
,Failing to Break Up the Big Banks is Destroying America'
- Too Big Leads To Destruction of the Rule of Law -
.
Und der unseelige, stillschweigende Pakt zwischen Finanzindustrie und
Politik muss ebenso eliminiert werden.
Die Händler handelten im Auftrag.
Die Aufträge kamen vom Management der Banken. Erst wenn die CEO`s
samt Vorstandskollegen, die allesamt von den gewinnträchtigen
Manipulationen wussten (und ihr go gegeben haben), ins Visier der
Staatsanwälte genommen, angeklagt, abgeurteilt und tatsächlich
für viele Jahre weggeschlossen werden, bleibt eine Spur von
Rechtsstaatlichkeit in diesem Land erhalten.
Doch während man in den USA noch wenigstens den Schein wahrt werden
Ackermann und Co. wohl wie üblich ungeschoren davonkommen.
, Ein aus Europa stammender Informant sagte Reuters, die Geldhäuser
hofften darauf, dass die Regulierungsbehörden die Hauptschuld in
dem Fehlverhalten einzelner Händler sähen'
.
U d die Chefs haben wie meistens nichts gewußt!? Da kann mqn nur
noch bitter drüber lachen.
Übrigens, es sollen auch Hedge funds invo,viert sein. Es soll Leute
geben, die sich den LIBOR telefonisch ,bestellt' haben sollen.
Ich sage es nochmal: Roosevelt hatte den Glass-Steagall Act nach dem
großen Crash damals initiiert. Ein sizilianischer Immigrant in die
USA zwang die Banken ihre Bücher/Bilanzen offenzulegen. Sollte sich
jetzt jemand dazu durchringen weil er die Ktaft dazu hat, werden wir
wahrscheinlich allle ob der Resultate in Ohnmacht fallen.
Der Markt wurde abgeschafft, von Banken, Zentrqlbanken und
unfähigen Politikern und wenn wir nicht aufpassen, wird die
,soziale Marktwirtschaft' gleich mit abgeschafft!
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