Die Berufung des früheren SAP-Chefs Leo Apotheker zum Vorstandsvorsitzenden von Hewlett-Packard (HP) hatte in der Branche niemand erwartet. Apotheker war bei SAP zu abrupt ausgeschieden, an seinem Führungsstil war zu offen Kritik geübt worden, als dass er als unbelasteter Kandidat für eine so prominente Stelle in Frage gekommen wäre.
Von HP bekommt Apotheker nichts anderes als eine zweite Chance - das lieben die Amerikaner. Dort muss der Vertriebsmann Apotheker nun beweisen, dass er viel bessere Führungsqualitäten hat, als es bei SAP zuletzt den Anschein hatte, dass er in der Lage ist, den Kunden mehr zu bieten als Preiserhöhungen.
Tatsächlich sind die Erwartungen so niedrig, dass Apotheker sie leicht übererfüllen kann. Und die grundsätzliche Überlegung hinter seiner Berufung ist durchaus sinnvoll: HP ist traditionell ein Hardwarehersteller und dort glänzend positioniert. In der IT-Branche verschiebt sich das Gewicht aber immer stärker zu Unternehmen, die Soft- und Hardwarelösungen aus einer Hand anbieten. Wenn es Apotheker gelingt, HP in dieser Hinsicht voran zu bringen, könnte er noch zu einer guten Wahl werden - ganz überraschend.
Das lieben die Amerikaner ?
p s (mtandp)
- 01.10.2010, 19:56 Uhr
Machtkämpfe bei HP - Apotheker als schwacher Kandidat?
(rudyguy)
- 01.10.2010, 21:46 Uhr