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Leichtbau Auch Autos kennen Gewichtsprobleme

 ·  Auf die Fortschritte im Leichtbau sind die Chefs der Automobilkonzerne mächtig stolz. Doch die Alltagsautos werden immer schwerer.

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Lutz von Peter

Autoindustrie nur bedingt zu tadeln

Auch wenn man generell die Autoindustrie geiselt: sie produziert was verkauft wird. Und das sind nun mal Autos mit mehr PS, mit mehr elektronischen Systemen, mit merh Seiten-, Front-, Dach- und was-weiss-ich-wo-Airbags.
Man kann es bei jedem Wagen beobachten wie jeweils das neue Modell grösser ist und mehr wiegt.
Der Volkswagen Passat war bei Markteinführung ein grosser Kombi und wog 800kg. Heute wiegt ein VW up 975kg.
Für die meisten Menschen wäre eine aktualisierte Ente bei weitem ausreichend: 550kg, 100km/h Spitze, 30Ps. Aber man braucht ja Klimaanlage und den ganzen Klimbim.

Der Dacia Logan war ein tapferer Versuch von Renault in die richtige Richtung, aber schon das neue Modell ist grösser, schwerer, "besser" ausgestattet.

Keiner will leichte, vernünftige Autos, deshalb werden sie nicht produziert.

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eduard felson
eduard felson (eddie_f) - 08.06.2012 11:36 Uhr

blechbomben greifen an!

ein weiteres beispiel: der letzte renault rapid (für den es, nachdem er 1997 eingestellt wurde, bis heute keinen ersatz gibt) wog ca. 850kg (zudem war er fast elektronikfrei und somit leicht - auch selbst - zu reparieren), hatte eine prima straßenlage und verbrauchte 6,5l mit 54ps. der erste kangoo, der offizielle nachfolger, wog 1150kg bei mind. 58ps. der aktuelle kangoo wiegt über 1500kg (was im prospekt verschwiegen wird) und hat mind. 106ps. ein solches auto kann fast nur noch auf asphalt bewegt werden. autoverkäufer beschwören, daß man trotzdem viel weniger sprit verbraucht: "pro kg". die marktlücke: leichte + einfache autos.

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Jahrgang 1972, Redakteur in der Wirtschaft.

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