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Lebensverhältnisse Jeder vierte Euro kommt vom Staat

15.09.2004 ·  Jeder vierte Euro des Bruttoeinkommens privater Haushalte stammt mittlerweile aus staatlichen Sozialleistungen wie Kindergeld oder Sozialhilfe. In Ostdeutschland kam 2003 sogar jeder dritte Euro aus öffentlichen Transfers.

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Jeder vierte Euro des Bruttoeinkommens der privaten Haushalte stammt mittlerweile aus staatlichen Sozialleistungen wie Kindergeld oder Sozialhilfe. In Ostdeutschland hatten die privaten Haushalte im ersten Halbjahr 2003 sogar durchschnittlich jeden dritten Euro aus öffentlichen Transfers bezogen, hieß es in einer am Mittwoch veröffentlichten Studie des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden.

Insgesamt sei das Einkommen aus staatlichen Sozialleistungen im Vergleich zur ersten Jahreshälfte 1998 im gesamten Bundesgebiet um 16 Prozent gestiegen. Verantwortlich dafür sind vor allem die zunehmende Zahl der Pensions- und Rentenempfänger sowie die mehrmalige Anhebung des Kindergeldes.

Monatliches Einkommen im Durchschnitt bei 3454 Euro

Das gesamte Bruttoeinkommen der privaten Haushalte in Deutschland belief sich im ersten Halbjahr 2003 im Schnitt auf monatlich 3454 Euro. Auf Einkünfte aus Erwerbstätigkeit entfielen dabei rund 2000 Euro oder rund 58 Prozent des Bruttoeinkommens. Nach Steuern und Sozialabgaben verfügten die Privathaushalte im Schnitt über 2771 Euro netto im Monat.

Der Einkommens- und Verbraucherstichprobe zufolge gaben die privaten Haushalte in der ersten Jahreshälfte 2003 im Schnitt 2126 Euro pro Monat für ihren Konsum aus. Gegenüber der ersten Jahreshälfte 1998 war das ein Zuwachs von knapp fünf Prozent. Dabei gaben die Haushalte im Osten 400 Euro weniger aus als die im Westen.

Wohnkosten machen größten Ausgabenblock aus

Die mit Abstand höchsten Ausgaben entfielen auf den Bereich Wohnen, Energie und Wohnungsinstandhaltung. Im ersten Halbjahr 2003 wurden dafür durchschnittlich 691 Euro aufgebracht und damit fast ein Drittel der Konsumausgaben.

Weiter hieß es, seit 1998 hätten vor allem die Ausgaben für Verkehr und Nachrichtenübermittlung zugenommen. So erhöhte sich der Anteil der Verkehrsausgaben bis zum ersten Halbjahr 2003 auf 14,4 von 13,7 Prozent.

Gespart wurden im ersten Halbjahr 2003 durchschnittlich 322 Euro monatlich; das sind sechs Prozent mehr als fünf Jahre zuvor. Allerdings sank die Sparquote geringfügig von 11,6 Prozent auf 11,4 Prozent des ausgabefähigen Einkommens.

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