28.11.2008 · Der Freistaat rettet seine Landesbank. Es gab wohl keine andere Wahl. Die Bank ist viel zu groß, als dass ihr Zusammenbruch in Kauf genommen werden darf. Aber wenn diese Krise überstanden ist, muss das Land die Bank endlich privatisieren.
Von Marcus TheurerEs gab keine andere Wahl. Nach allem was jetzt bekanntgeworden ist, muss es um die Bayern LB noch weit schlimmer stehen, als in den vergangenen Wochen ohnehin schon klar war. Offensichtlich würde die zweitgrößte deutsche Landesbank direkt gegen die Wand steuern, wenn sie nicht binnen Wochen mehrere Milliarden Euro frisches Kapital bekommt.
Insgesamt muss das Eigenkapital – Stand heute – sogar mit 10 Milliarden Euro gestärkt werden. Und niemand weiß, ob diese Mittel ausreichen werden, oder die Löcher in der Bilanz nicht noch größer werden. Zu befürchten ist das, denn die Rezession hat eben erst begonnen, die Kreditausfälle werden also noch beträchtlich steigen Bayern und eventuell dem Bund wird nichts anderes übrig bleiben, als auch weitere Löcher zu stopfen.
Die Bayern LB ist viel zu groß, als dass ihr Zusammenbruch in Kauf genommen werden darf. Jetzt ist nicht die Stunde für Ordnungspolitik, verteidigt selbst die im Freistaat mittlerweile mitregierende FDP die monströsen Hilfen. Das ist richtig. Aber, wenn diese Krise überstanden ist, muss das Land die Bank, die ihm nun fast allein gehört, endlich privatisieren. Teurer waren ordnungspolitische Lektionen selten.
Viel zu groß?
Ogdan Ücgür (Ogdan)
- 29.11.2008, 19:49 Uhr
Groteske
Thomas Mirbach (lurkius)
- 01.12.2008, 01:06 Uhr
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