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Lagarde-Rede in Tokio IWF will Wachstumsprognose abermals senken

 ·  Vor der nächsten Prognose des IWF zeichnet dessen Chefin Christine Lagarde ein düsteres Szenario: Die Weltwirtschaft stehe vor immer größeren Problemen, sagte sie in Tokio. Der Ausblick habe besorgniserregende Züge angenommen.

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Die Weltwirtschaft steht nach Einschätzung von IWF-Chefin Christine Lagarde vor immer größeren Problemen. Der Ausblick habe in den vergangenen Monaten besorgniserregendere Züge angenommen, sagte Lagarde am Freitag. In der nächsten Prognose des Internationalen Währungsfonds (IWF) werde wahrscheinlich von einer noch schwächeren Wirtschaftsentwicklung ausgegangen.

Die wichtigen, aufstrebenden Märkte Brasilien, China und Indien zeigten Anzeichen einer Verlangsamung des Wachstums, sagte Lagarde weiter. Nach Daten des IWF werden diese drei Länder zusammen mit Russland mehr als 20 Prozent der wirtschaftlichen Leistung auf der Welt ausmachen. „Viele Indikatoren wirtschaftlicher Aktivität – Investitionen, Erwerbstätigkeit, Produktion – sind zurückgegangen. Und das nicht nur in Europa oder den Vereinigten Staaten“, sagte Lagarde weiter.

„Wichtige Schritte“ zur Eindämmung der Eurokrise begrüßt

Die nächste Wachstumsprognose wird am 16. Juli erwartet. Lagarde fügte bei ihrem Besuch in Tokio hinzu, eine Verschärfung der Euro-Krise könnte die japanischen Exporte belasten. Zudem stünde ein weiterer Aufwärtsdruck beim Yen den Exportbranchen im Weg. Derzeit sei die japanische Währung leicht überbewertet.

Lagarde begrüßte „wichtige Schritte“ zur Eindämmung der EU-Schuldenkrise. In ihrer Rede in Tokio nannte sie am Freitag vor allem die Ergebnisse des jüngsten EU-Gipfels in Brüssel vergangene Woche sowie die Senkung des Leitzinses für den Euroraum am Donnerstag. Dennoch müsse aus Sicht des IWF „noch mehr getan werden“.

Beim EU-Gipfel vergangene Woche hatten besonders Spanien und Italien Druck auf Deutschland ausgeübt und erreicht, dass der künftige Euro-Krisenfonds ESM auch direkt Kapital an angeschlagene Banken vergeben kann. Zudem sollen Krisenländer Hilfskredite ohne allzu strenge Auflagen erhalten dürfen. Auch wurde ein EU-Wachstumspakt in Höhe von 120 Milliarden Euro beschlossen. Lagarde bezeichnete die Beschlüsse als „wichtige Schritte in die richtige Richtung“. Dies sei „ermutigend“.

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