01.12.2009 · Verkaufsoffene Sonn- und Feiertage sind in Deutschland nur in Ausnahmefällen zulässig. Das hat das Bundesverfassungsgericht entschieden und die großzügigen Ladenöffnungszeiten im Land Berlin teilweise für verfassungswidrig erklärt. Wie sieht es in anderen Staaten aus?
Grundsätzlich sind verkaufsoffene Sonn- und Feiertage in Deutschland nur in Ausnahmefällen zulässig. Das hat das Bundesverfassungsgericht entschieden und die großzügigen Ladenöffnungszeiten im Land Berlin teilweise für verfassungswidrig erklärt. Wie sieht es in anderen europäischen Staaten und den Vereinigten Staaten aus?
In Österreich dürfen Geschäfte an Sonn- und Feiertagen grundsätzlich nicht öffnen. Allein Tankstellen und Geschäfte in Flughäfen und Bahnhöfen sind von dieser Regelung befreit.
In Frankreich dürfen Geschäfte derzeit an fünf Sonntagen im Jahr öffnen, die meisten nutzen dies in der Vorweihnachtszeit. In touristischen Gebieten und Städten mit mehr als einer Million Einwohner können die Bürgermeister weitere Sonntagsöffnungen erlauben. Viele Einkaufszentren halten sich nicht an die gesetzlichen Bestimmungen und öffnen regelmäßig am Sonntag. Arbeitnehmern steht in dem Fall ein anderer Wochentag als Freizeitausgleich zu.
In Großbritannien gelten unterschiedliche Regelungen: Seit 1994 dürfen kleinere Läden in England und Wales am Sonntag rund um die Uhr öffnen. Geschäfte mit einer Verkaufsfläche ab 280 Quadratmetern dürfen ihre Türen hingegen nur zwischen 10 und 18 Uhr öffnen. In Metropolen wie London führt dies in Haupteinkaufsstraßen wie der Oxford Street regelmäßig zu Überfüllungen. In Schottland können Geschäfte selbst bestimmen, ob und wie lang sie am Sonntag ihre Türen öffnen.
In Italien dürfen Geschäfte außer an acht Sonntagen im Jahr nicht öffnen. Ausgenommen sind davon regionale Regelungen: In Rom hat der Einzelhandel etwa an allen vier Adventssonntagen sowie am 8. Dezember, der in Italien ein Feiertag ist, geöffnet. Allerdings müssen die Läden in den Fällen meist früher schließen. Gleiches gilt auch für die norditalienische Metropole Mailand.
In Spanien sind die Läden stets am ersten Sonntag eines Monats geöffnet. Im August dürfen Geschäfte zudem auch am letzten Sonntag des Monats ihre Waren anbieten sowie im Dezember an sämtlichen Sonntagen.
Prinzipiell haben Geschäfte in Polen jeden Sonntag geöffnet. Nur an zwölf im Arbeitsgesetz festgeschriebenen Feiertagen - wie etwa der 25. und 26. Dezember sowie diverse kirchliche Feiertage - bleiben die Türen geschlossen. In Geschäften, in denen keine Angestellten beschäftigt sind, dürfen Eigentümer und Familienangehörige dagegen täglich rund um die Uhr hinter der Ladentheke stehen.
In Griechenland sind die Läden sonntags generell geschlossen. Nur in einigen touristischen Regionen an der Küste und in der Athener Altstadt werden Ausnahmen gemacht.
In den Vereinigten Staaten sind Ladenöffnungszeiten weitgehend unreguliert und richten sich nach den Kundenwünschen, der jeweiligen Geschäftsstrategie oder der Größe der Stadt. In Metropolen wie New York oder Los Angeles haben Drogerien und Supermärkte rund um die Uhr geöffnet. Einkaufszentren und große Einzelhändler sind sonntags von 10 bis 21 Uhr auf. An Sonn- und Feiertagen sind die Öffnungszeiten oft etwas verkürzt.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.380,83 | −0,96% |
| Dow Jones | 12.580,70 | +1,01% |
| EUR/USD | 1,2439 | −0,39% |
| Rohöl Brent Crude | 105,55 $ | −1,22% |
| Gold | 1.579,50 $ | +0,31% |
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