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Postchef Appel : Müssen Verlierer der Digitalisierung unterstützen

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Frank Appel ist Chef der Deutschen Post. Bild: dpa

Bessere Computer werden die Wirtschaft umwälzen – und nicht nur Sieger produzieren. Postchef Appel rät der künftigen Regierung, was zu tun ist.

          Postchef Frank Appel hat sich angesichts der zunehmenden Digitalisierung dafür ausgesprochen, in der Unternehmensbesteuerung umzudenken. Man müsse sich Gedanken darüber machen, wie der Staat in Zukunft zu Einnahmen komme, um die Verlierer der Digitalisierung zu unterstützen, sagte der Manager der „Welt am Sonntag“.

          Eine Möglichkeit wäre, die Höhe der Steuer für Firmen an die Zahl der Mitarbeiter zu koppeln: Je mehr Mitarbeiter, desto geringere Steuern. Die Deutsche Post beschäftigt insgesamt etwa 500.000 Menschen.

          Appel forderte eine staatliche Hilfe für Menschen, die nicht in gleichem Maße vom technologischen Fortschritt profitierten. Es sei zumindest im Übergang eine Umverteilung zwischen maschinell und menschlich erzeugtem Mehrwert nötig: „Da werden Einkommens- und Mehrwertsteuer allein nicht mehr ausreichen.“

          Die Post profitierte zuletzt vom starken Wachstum im Paketgeschäft. Dem Unternehmen spielt der wachsende Online-Handel in die Hände: Die Kunden bestellen etwa von Amazon oder Zalando, Zusteller bringen die Pakete dann zum Verbraucher. In den kommenden Jahren sollten etwa 100.000 Arbeitsplätze auf der ganzen Welt geschaffen werden, sagte Appel, in Deutschland solle eine vierstellige Zahl hinzukommen.

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