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Kommentar zu KI : Lernt, was schlaue Computer machen!

„Programmieren muss Schulfach werden“, fordert mittlerweile auch der Bitkom. Bild: Frank Röth

Künstliche Intelligenz kann heute schon viel. Sogar erfahrene Fachleute haben damit einige Schwierigkeiten. Gut, dass es Angebote sogar für kleine Kinder gibt, das zu lernen.

          Selbst erfahrene Fachleute, die sich mit dem Programmieren auskennen, haben mit dem Thema Künstliche Intelligenz (KI) einige Schwierigkeiten. Zum einen ist es nicht ganz leicht, „echte“ Künstliche Intelligenz von reinem maschinellen Lernen zu unterscheiden. Die Grenze verläuft fließend.

          Zum anderen ist manches, was rund um die KI als großer Erfolg gefeiert wird, nach näherem Hinsehen nur Spielerei. Im wahrsten Sinne des Wortes könnte man das meinen, wenn es um das Spiel Go geht. Schon vor rund zwei Jahren hat ein KI-System mit dem Namen „Alpha Go“ gegen den stärksten Go-Spieler der Welt gewonnen. Es war eine Sensation, aber es ist nur ein Spiel. Und das System, das dafür nötig war, griff auf eine sehr aufwendige Hard- und Software zurück. Seit kurzem ist klar, dass ein neueres, sehr viel weniger aufwendiges Programm mit dem Namen „Alpha Go Zero“ noch viel stärker geworden ist – und das, ohne zuvor auch nur eine einzige Information über zuvor von einem Menschen erdachte Strategien bekommen zu haben.

          Das allein ist technisch schon faszinierend genug. Doch vor allem ist es erheblich mehr als nur ein Spiel, um das es hier geht. Auf neuronalen Netzen basierende Systeme, und solche sind die Alpha-Go-Versuche aus dem Hause Alphabet/Google, könnten im Wirtschaftsleben noch auf vielen anderen Feldern hilfreich sein. Sie können viel bessere Medikamente entwickeln helfen, sie könnten bestimmte Muster im Verkehrsfluss erkennen und daraus zum Beispiel Schlüsse ziehen, die Autos effizienter fahren lassen. Sie könnten bessere Übersetzungen anfertigen, Krebs erkennen und auch in Ländern behandeln helfen, die keine flächendeckende Versorgung mit Fachärzten haben – oder die beste Finanzanlagestrategie entwickeln.

          Allerdings ist es möglich, dass Menschen die Antworten der KI nicht mehr verstehen. Wenn man so redet, wie die führenden Köpfe, die im Silicon Valley an dieser Zukunft programmieren, klingt das so: Durch die Grenzen des menschlichen Wissens sei man nun nicht mehr eingeschränkt. Die Menschen sollten angesichts des Tempos des technischen Fortschritts auf diesem Gebiet wenigstens damit beginnen, einen breiten gesellschaftlichen Diskurs über die ethischen Fragen zu führen – und zusehen, dass man an dieser Stelle nicht schon wieder dem Silicon Valley die Federführung überlässt.

          Denn Achtung: Künstliche Intelligenz kann heute viel mehr, als es der nicht selten hilflose Roboter „Pepper“ suggeriert, den mancher von einem Aida-Kreuzfahrtschiff, aus der Uni oder einem Einkaufszentrum kennt und an dem vieles nach einem älteren Stand der Technik aussieht. Wenn aber ein Start-up in Frankfurt nun schon Kindern einen Einstieg in ein erstes Verständnis der Programmierwelt der KI anbietet, dann ist das, ganz spielerisch, eine wirklich gute Idee.

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